„Das Deutschlandstipendium ermöglicht mir, zu studieren und nebenbei weiter meinen Ehrenämtern nachzugehen“

Porträt von Kolja Fußbahn

Das Deutschlandstipendium ist ein sehr erfolgreiches Modell der Kooperation zwischen Universitäten und Zivilgesellschaft. Zum zehnjährigen Jubiläum dieser Initiative hat die Universität Witten/Herdecke (UW/H) die Stipendienanzahl von 12 auf 17 Stipendien steigern können. Die UW/H hatte Corona-bedingt zum ersten digitalen Dialog eingeladen: In einer Feierstunde trafen sich online 25 Stipendiat:innen sowie Förderinnen und Förderer. „Mit dem Zusammenkommen zu Beginn des Jahres haben wir eine kleine, schöne Tradition geschaffen: Leistungsfreudige und auszeichnungswürdige Studierende treffen auf gebefreundliche und großzügige Unterstützerinnen und Unterstützer – ein wunderbarer Anlass“, begrüßte Prof. Dr. Martin Butzlaff, Präsident der Universität, die Gäste.

Einer von ihnen ist Kolja Fußbahn. „Das Deutschlandstipendium ermöglicht mir, zu studieren und nebenbei weiter meinen Ehrenämtern nachzugehen. Ich engagiere mich in der Politik für soziale Gerechtigkeit und für eine patientenorientierte Gesundheitsversorgung auf Augenhöhe.“ Dabei sah es für ihn in der Schule erst mal nicht nach Medizinstudium aus: „In der Schule wurde ich beispielsweise noch dafür ausgelacht, dass ich später einmal als Arzt für eine Spitzenmedizin aller Menschen unabhängig von Herkunft oder Geldbeutel kämpfen wollte. Gut, zugegeben, ich war mit einer der schlechtesten Schüler, aber unterkriegen lassen, kam und kommt nicht infrage.“ 

Und so führte sein Weg erst mal über den Umweg eines kulturwissenschaftlichen Studiums an die UW/H. „Selbst, wenn es unmöglich erscheint, können das Zusammenspiel aus Willen, einem gewissen Grad an Sturheit und Ausdauer dazu führen, dass Träume in Erfüllungen gehen. Das habe ich mein Leben lang erfahren dürfen und auch müssen. Mein Opa sagte schon immer, dass man nie stehenbleiben dürfe, sonst würde es zunehmend schwieriger, Hürden zu überwinden. Daher würde ich einen Roman zu meinem Leben unter den Titel stellen ‚Grenzen gibt es nicht, stehen bleiben aber auch nicht!‘“, sagt Kolja Fußbahn.

Mit ihm haben das Deutschlandstipendium erhalten:

Nina Angenendt (Medizin), Leonor Bloch (Management), Julia Ebner (PPÖ, Ethik & Organisation), Tom Eisterhues (Psychologie), Theresa Frische (Psychologie & Psychotherapie), Jannik Howind (PPÖ), Ole Kistenmacher (Management), Timur Oruz (Medizin), Leonie Ries (Psychologie), Tim Robrecht (Zahnmedizin), Katharina Saelzer (Ethik & Organisation), Nicole Steller (Management), Helena Stricker (Medizin), Kristof Szekely (Medizin), Ramona Szymczak (Kulturreflexion), Aaron Uthayakumaran (Zahnmedizin), Leonie Weber (Ethik & Organisation).

Förderinnen und Förderer

Das Stipendienprogramm würde nicht funktionieren, wenn sich die Förderinnen und Förderer nicht so intensiv in die UW/H einbringen würden. Der Dank gilt in diesem Jahr: Peter Pohlmann, Christa Thoben (Wirtschaftsministerin a. D.), Tillmann Neinhaus, Hans Pechtel, Dr. Anita Pfeil, Klaus Rommel, der Wittener Universitätsgesellschaft e. V., der Stiftung Studienfonds der Universität Witten/Herdecke, der Volksbank Bochum Witten eG, der Dr. Ausbüttel & Co. GmbH, der Continentale Krankenversicherung a.G. sowie der Sportstiftung NRW.

Daten und Fakten zum Deutschlandstipendium

Seit Beginn der Maßnahme wurden insgesamt rund 197 Mio. Euro gespendet. Die Stipendiaten-Zahl liegt aktuell bei 28.159 Geförderte. Mehr als die Hälfte davon sind Frauen. Beim 2011 eingeführten Deutschlandstipendium wird die monatliche Fördersumme von 300 Euro geteilt: Die eine Hälfte kommt aus privaten Quellen, die andere Hälfte wird durch Mittel des Bundes bezuschusst. Durch diese Unterstützung entstehen Spielräume, die die Geförderten dazu nutzen können, sich stärker auf ihr Studium zu konzentrieren oder ihr ehrenamtliches Engagement auszuweiten. Es geht darüber hinaus auch um die Anerkennung von Leistung, ideelle Förderung und die Unterstützung für Studierende, die sich außerhalb der Universität sozial engagieren.

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Porträt von Kolja Fußbahn

Kolja Fußbahn erhält ein Deutschlandstipendium. (Foto: privat)

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Svenja Malessa

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