Engagement fördern, Perspektiven eröffnen: Deutschlandstipendium stärkt Studierende der UW/H

Gruppenfoto von Stipendiat:innen und ihren Fördernden auf dem UW/H-Campus.

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) zeichnet auch in diesem Jahr Studierende aus, die mit besonderen Leistungen, bemerkenswerten Lebenswegen und gesellschaftlichem Engagement überzeugen. Insgesamt 40 Studierende erhalten von Oktober 2025 bis September 2026 ein Deutschlandstipendium. Während eines gemeinsamen Treffens kamen die Geförderten und ihre Fördernden zusammen, um Einblicke zu teilen, Kontakte zu knüpfen und die Leistungen zu würdigen.

Das Deutschlandstipendium schafft Freiräume, in denen sich Studierende fachlich wie persönlich entfalten können – sei es im Studium, im Ehrenamt oder in herausfordernden Lebenssituationen. Die Vielfalt der geförderten Persönlichkeiten zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich Wege zum Erfolg verlaufen können. 

Persönliche Wege und Engagement der Stipendiat:innen

Einer der Stipendiat:innen ist John Cheikho, der Humanmedizin an der UW/H studiert. Er stammt aus einer Familie mit Einwanderungsgeschichte und ist bei seiner alleinerziehenden Mutter aufgewachsen, die seit langem von Sozialhilfe lebt. Dass er heute Medizin studiert, beschreibt er selbst als die Verwirklichung eines lang gehegten Wunsches. „Schon als Kind wollte ich Arzt werden. Als Jugendlicher war es aufgrund meines sozialen Hintergrundes eine große Herausforderung, den Glauben an diesen Traum aufrechtzuerhalten, weil die Statistik so stark gegen einen spricht.“ Inzwischen wird John bereits zum dritten Mal durch das Deutschlandstipendium gefördert. „Am Medizinstudium begeistert mich die Verbindung aus naturwissenschaftlichem Verständnis und der direkten Arbeit mit Menschen. Es ist faszinierend zu sehen, dass ich mit dem, was ich lerne, konkret etwas bewirken kann.“ Besonders interessiert er sich für die Begleitung chronisch und schwer erkrankter Patient:innen und für die Transplantationsmedizin – ein Bereich, in dem es oft um existenzielle Fragen geht. 

Neu unter den Stipendiat:innen ist Zahnmedizin-Studentin Catharina Althaus. Als Erstakademikerin hat sie sich bewusst für die Universität Witten/Herdecke entschieden, nicht zuletzt wegen des praxisnahen Ansatzes und der engen Gemeinschaft. Neben dem Studium engagiert sie sich für die „Glücksliga“ – einer Handballmannschaft, in der Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen gemeinsam Sport treiben. Zuvor spielte sie selbst leistungsorientiert im Nachwuchsbereich von Borussia Dortmund – Erfahrungen, die sie bis heute prägen.

„Für mich ist das Deutschlandstipendium vor allem eine große Wertschätzung meiner bisherigen Arbeit. Es schafft Freiräume und gibt mir gleichzeitig den Ansporn, mich weiter einzubringen“, so die Studentin.

Die Stipendiat:innen im Überblick

Viele Fördernde engagieren sich bereits seit Jahren für das Deutschlandstipendium und tragen so maßgeblich zur Kontinuität des Programms bei

Das Engagement von Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen bildet die Grundlage des Deutschlandstipendiums. Sie investieren nicht nur in die akademische Entwicklung der Studierenden, sondern stärken auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. In diesem Jahr bedankt sich die Universität besonders bei: Anita Pfeil, Christa Thoben, Peter Pohlmann, Michael Berger, Klaus Rommel, Holger Neinhaus,  Dirk Erlhöfer, der Wittener Universitätsgesellschaft e. V., der Volksbank Bochum Witten eG, der Continentale Krankenversicherung a.G., der Dr. Ausbüttel & Co. GmbH, der Ralf und Uschi Kutscheit Stiftung, der Stiftung Studienfonds der Universität Witten/Herdecke, der Stiftung Private Universität Witten/Herdecke und der Dr. Werner Jackstädt-Stiftung.

„Das Deutschlandstipendium schafft die Grundlage für Bildungsgerechtigkeit: Es fördert engagierte Studierende und bringt sie mit Menschen zusammen, die Verantwortung für die Zukunft übernehmen. So entstehen Chancen, die weit über die finanzielle Unterstützung hinausgehen“, sagt Dr. Dirk Jakobs, Vizepräsident für Organisationsentwicklung der UW/H.

Daten und Fakten zum Deutschlandstipendium:
  • Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Deutschlandstipendium 2011 mit dem Ziel eingeführt, leistungsstarke und engagierte junge Menschen auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen.
  • Die Besonderheit des Stipendiums liegt in dessen Fördermodell: Die Hälfte der Summe kommt vom Bund, die andere Hälfte wirbt die Universität Witten/Herdecke bei Unternehmen, Stiftungen und zahlreichen Privatleuten ein.
  • Seit Beginn des Programms wurden deutschlandweit rund 356 Millionen Euro von privaten Fördernden – Unternehmen, Vereinen, Stiftungen und Privatpersonen – aufgebracht. Allein im Jahr 2024 waren es rund 34 Millionen Euro.
  • Insgesamt 33.033 Stipendiat:innen wurden 2024 mit einem Deutschlandstipendium gefördert. Das sind 5 % mehr als im Vorjahr und deutschlandweit 1,2 % der Studierenden. 

(Quelle: www.deutschlandstipendium.de

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Gruppenfoto der Deutschlandstipendiat:innen und ihrer Fördernden auf dem UW/H-Campus.

Insgesamt 40 Studierende der Universität Witten/Herdecke erhalten von Oktober 2025 bis September 2026 ein Deutschlandstipendium. (Foto: UW/H | Miriam Kreimeyer)

Studentin John Cheicko hält die Urkunde des Deutschlandstipendiums in den Händen. Neben ihm steht seine Förderin Caroline Wahl.

Deutschlandstipendiat John Cheickho mit seiner Förderin Caroline Wahl (Stiftung Private Universität Witten/Herdecke). (Foto: UW/H | Miriam Kreimeyer)

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