Mit Brief und Siegel: Neuer ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften erhält staatliche Anerkennung
In Zeiten mit schnell wechselnden Rahmenbedingungen bietet der ZNU-Standard der Universität Witten/Herdecke mittelständischen Unternehmen einen verlässlichen Kompass zur messbaren Steigerung ihrer Zukunftsfähigkeit.
Nachhaltigkeit ist längst kein Nischenthema mehr – Kund:innen fragen nach, Geschäftspartner:innen fordern Nachweise, und nicht zuletzt wünschen sich Fach- und Führungskräfte eine:n Arbeitgeber:in, der/die zukunftsorientiert wirtschaftet. Doch gerade für kleine und mittlere Unternehmen bleibt die zentrale Frage: Wo fange ich an? Und wie mache ich mein Engagement glaubwürdig sichtbar?
Genau hier setzt der ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften an. Er wurde im engen Austausch mit Praxisunternehmen am ZNU – Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Witten/Herdecke (UW/H) entwickelt. Der Standard begleitet Unternehmen dabei, Nachhaltigkeit nicht als Papiertiger, sondern als echten Lernprozess ins Tagesgeschäft zu integrieren – praxisnah, ganzheitlich und branchenunabhängig. Rund 150 Unternehmen werden aktuell von TÜV, Dekra & Co. nach dem ZNU-Standard zertifiziert, vom Familienunternehmen bis zum Bundesligaverein, vom Lebensmittelhersteller bis zur Sparkasse. Der Standard ist für alle Organisationen nutzbar, die Jahr für Jahr messbar nachhaltiger und resilienter werden wollen.
„Die staatliche Anerkennung durch die DAkkS unterstreicht die hohe Qualität des ZNU-Standard“, erklärt Dr. Christian Geßner, gemeinsam mit Dr. Axel Kölle, Leiter des Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung. „Unternehmen profitieren von einem erprobten System, das nicht nur ihre Zukunftsfähigkeit stärkt, sondern sie auch unabhängig von politischen Zeitplänen auf internationale Anforderungen vorbereitet.“
Dr. Axel Kölle ergänzt: „Während auf EU-Ebene über Fristen diskutiert wird, machen wir weiter – pragmatisch, wirksam und lösungsorientiert.“
Verlässlicher Kompass in bewegten Zeiten
In einer Phase, in der eine große Unsicherheit bei vielen Mittelständlern besteht, welche Nachhaltigkeitsanforderungen sich wann wie genau auf ihr Geschäft auswirken, bietet der ZNU-Standard ein Instrument der Früherkennung, dass unternehmerische Spielräume erhält und eine klare Orientierung bietet. Mit der Anerkennung durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) erfüllt der wissenschaftlich fundierte Standard nun höchste internationale Anforderungen an Unabhängigkeit, Kompetenz und Transparenz. Für Unternehmen ist das ein starkes Signal – gegenüber Kund:innen, Lieferant:innen, Banken und der Öffentlichkeit. Wer nach dem ZNU-Standard zertifiziert ist, kann nachweislich belegen: „Wir meinen es ernst!“
Dies betont Kesta Ludemann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZNU: „Der ZNU-Standard kann ein lebendiges Tool für alle sein, die sich weiterentwickeln wollen beim Thema Nachhaltigkeit! Er begeistert Menschen und unterstützt Unternehmen, gelebte Verantwortung zu übernehmen. Ich freue mich, dass bereits viele Unternehmen den Mehrwert unseres Standards erkennen und Jahr für Jahr – nun auch mit einhergehender DAkkS-Akkreditierung – glaubwürdig nachhaltiger wirtschaften!“
Dabei ergänzt Georg Hoffmann, Nachhaltigkeitsmanager bei Ritter Sport: „Durch die Akkreditierung spielt der ZNU-Standard nun in der Championsleague der Nachhaltigkeitsstandards – bei all seiner Praxisnähe.“
Die neue Version 2026 berücksichtigt u.a. die aktuelle EU-Regulatorik für Reporting, Kommunikation und Lieferkettensorgfalt und bricht die Vielzahl der Anforderungen internationaler Rahmenwerke wie die ISO 14001 oder die UN-Nachhaltigkeitsziele für die Unternehmenspraxis so anwenderfreundlich wie möglich herunter. Damit bietet der ZNU-Standard ein integriertes System mit dem Ziel, dass Unternehmen zukünftig weniger Spezialaudits benötigen und somit deren bürokratischer Aufwand sinkt.
Jahr für Jahr nachhaltiger – ein Kreislauf mit Mehrwert
Was den ZNU-Standard von anderen Ansätzen unterscheidet: Er betrachtet Nachhaltigkeit nicht als einmalige Checkliste, sondern als fortlaufenden Verbesserungsprozess. Im Kern steht der Zyklus „Denken – Handeln – Messen – Kommunizieren“. Unternehmen identifizieren zunächst ihre wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen – von Klimaschutz und Biodiversität über Lohngerechtigkeit und Menschenrechte bis hin zu Beschaffung und Innovation. Aufbauend auf smarten Zielen für ihre wesentlichen Themen setzen sie dann konkrete Maßnahmen um, messen den Fortschritt und kommunizieren die Ergebnisse. Das Zertifikat, das aufgrund jährlicher Prüfungen vor Ort durch anerkannte Zertifizierungsstellen ausgestellt wird, bestätigt schließlich, dass das Unternehmen Jahr für Jahr nachhaltiger wirtschaftet.
Das Besondere: Jedes Unternehmen startet dort, wo es steht. Es gibt keine starren Vorgaben, sondern individuelle Entwicklungspfade. „Der Standard macht Nachhaltigkeit messbar“, bestätigen die zertifizierten Unternehmen und sagen, er habe ihnen geholfen, ihre Maßnahmen zu strukturieren und glaubwürdig darüber zu sprechen.
Dies unterstreicht auch Dr. Stefan Kauß, Leiter Sicherheit und Nachhaltigkeit der Bitburger Braugruppe GmbH: „Der ZNU-Standard fordert und fördert die Definition von Nachhaltigkeitszielen und die Kommunikation der Zielerreichungsgrade. Dies führt dazu, dass sich Unternehmen durch den ZNU-Standard entwickeln können.“
Einladung an den Mittelstand: Jetzt einsteigen!
Ob Lebensmittelhersteller:in, Automobilzulieferer:in, Spedition, Hochschule oder Sportverein: Der ZNU-Standard ist bewusst so konzipiert, dass er für alle Unternehmensgrößen und Branchen praktikabel ist.
Dass der ZNU-Standard passgenau in weiteren Branchen anwendbar ist, bestätigt Heiko Hünemeyer, Geschäftsführender Gesellschafter von Schaebens: „Nachhaltigkeit und Innovation stehen bei Schaebens im Fokus. Der ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften bietet uns klare Strukturen, um unser Unternehmen sowie unsere Produkte verantwortungsbewusst weiterzuentwickeln.“
Mit der DAkkS-Akkreditierung bietet er zukünftig auch ein staatlich anerkanntes Fundament, das auch gegenüber Banken, öffentlichen Auftraggebern und internationalen Geschäftspartnern Gewicht hat. Wer heute in Nachhaltigkeit investiert, sichert nicht nur seine gesellschaftliche Akzeptanz, sondern auch seine wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit.
Alle Informationen, die kostenlosen Standarddokumente und Ansprechpersonen finden Sie unter www.znu-standard.com. Möchten Sie den Standard und zertifizierte Unternehmen näher kennenlernen, dann laden wir Sie herzlich ein zur 15. Zukunftskonferenz des ZNU https://mehrwert-nachhaltigkeit.de/zukunftskonferenz
Über das ZNU
Das ZNU – Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Witten/Herdecke ist ein anwendungsorientiertes Forschungsinstitut, das Wirtschaft und Wissenschaft zusammenbringt. Es macht Nachhaltigkeit für Unternehmen und Führungskräfte greifbar, begeistert für die Chancen nachhaltiger Unternehmensführung und fördert durch Forschung, Lehre und Weiterbildung nachhaltige Unternehmenspraktiken – ganz im Sinne seines Mottos: „driving sustainable change“. Das ZNU der Universität Witten/Herdecke ist Standardgeber des ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften.
Kontakt: ZNU – Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung, Universität Witten/Herdecke
Alfred-Herrhausen-Straße 50, 58448 Witten | Tel: +49 (0) 2302 926-545 | znu@uni-wh.de
