Teddyklinik nimmt Kindern die Angst vor medizinischen Untersuchungen
Mehr als 150 Kinder aus Witten haben ihre kranken Kuscheltiere an die Universität Witten/Herdecke gebracht.
Fremde Geräte, Menschen in Kitteln, ungewohnte Gerüche: Für viele Kinder ist eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus ein einschüchternder Ort. Damit aus Unsicherheit Neugier wird, haben Studierende der Universität Witten/Herdecke (UW/H) heute wieder die Türen der Teddyklinik geöffnet. Mehr als 150 Kinder brachten ihre Stofftiere mit und halfen selbst beim Verarzten.
Spielerisch durch den Klinikalltag
Dabei führten sie ihre Hasen, Waschbären und Affen durch Anmeldung, Untersuchungen, Röntgengerät, OP-Saal und Nachsorge. In der Radiologie analysierten sie Röntgenbilder ihrer Kuscheltiere, in der Chirurgie halfen sie dabei, verletzte Pfoten zu schienen, am OP-Tisch durften sie mit Mundschutz und Haube sogar selbst assistieren.
Auch Zahnmedizin- und Psychologiestudierende waren Teil der Teddyklinik. Auf der Zahnstation übten die Drei- bis Sechsjährigen mithilfe eines großen Pferde-Stofftiers das richtige Zähneputzen. An der psychologischen Station lernten die Kinder anhand verschiedener Teddys und Symbolkarten, Gefühle wie Angst, Freude oder Traurigkeit zu erkennen und auszudrücken. Ein weiteres Highlight war der Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bundes Kreisverband Witten e.V., den die Kinder von innen erkunden konnten.
Teddykrankenhaus als Erfahrung für Kinder und Studierende
„Es ist immer wieder beeindruckend, wie genau die Kinder die Erkrankungen ihrer Kuscheltiere schildern“, sagt Medizinstudentin Lisa Riggio, die die Aktion mitorganisiert hat. Gleichzeitig sei die Teddyklinik auch für die Studierenden eine wichtige Gelegenheit: „Wir lernen hier, auf Augenhöhe mit kleinen Kindern zu kommunizieren und sammeln wertvolle Erfahrungen für unseren späteren Berufsalltag.“
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