Entschlüsselung von Adenoviren mit dem Ziel neuie Behandlungsmöglichkeiten zu finden
Projektübersicht
Die Forschung an Adenoviren zielt darauf ab, Infektionen besser zu verstehen und daraus neue Behandlungs- und Präventionsmöglichkeiten zu entwickeln. Adenoviren kommen häufig vor und verursachen Erkältungen, Augenentzündungen oder Magen-Darm-Infekte. Während sie für gesunde Menschen meist harmlos sind, können sie für Kinder oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährlich werden. Die Forschungsgruppe „AdBHealth“ untersucht daher, wie sich diese Viren im Körper verhalten und wie sie das Immunsystem beeinflussen.
Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die Analyse verschiedener Adenovirustypen, da bislang nur ein kleiner Teil davon gut erforscht ist. Ziel ist es, die Mechanismen der Viren genauer zu verstehen, um Infektionen künftig gezielter behandeln zu können. Gleichzeitig wird untersucht, wie sich Adenoviren sicher als sogenannte Vektoren einsetzen lassen. Dabei handelt es sich um veränderte Viren, die kein Risiko mehr darstellen, aber als Transportmittel genutzt werden können, um genetische Informationen in Zellen einzuschleusen – eine Technik, die bereits in Impfstoffen und in der Gentherapie eingesetzt wird.
Um diese Prozesse zu untersuchen, arbeitet die Forschungsgruppe mit Zell- und Gewebemodellen, die menschliche Bedingungen möglichst realistisch abbilden. So können Infektionsabläufe und Immunreaktionen im Labor nachvollzogen werden. Zusätzlich wird geprüft, welche Risiken bei der Nutzung von Adenoviren als Vektoren entstehen können und wie sich diese minimieren lassen. Ziel ist es, neue Therapien zu entwickeln, die wirksam und gleichzeitig sicher sind, und langfristig personalisierte Behandlungsansätze zu ermöglichen.