Bessere Daten für eine bessere Gesundheitsversorgung
Ein neues Gesetz soll die Nutzung von Gesundheitsdaten – auch für die Forschung der Universität Witten/Herdecke – stärken.
Am 15. Juli 2026 hat das Bundeskabinett den Entwurf für das Gesetz zur Förderung von Daten und digitaler Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) verabschiedet. Auch für Forschende an der Universität Witten/Herdecke sind die geplanten Regelungen relevant – insbesondere dort, wo mit Daten aus der Gesundheitsversorgung gearbeitet wird.
Ziel des Vorhabens ist es, digitale Anwendungen für Versicherte und Leistungserbringende stärker in die Versorgung zu integrieren und zugleich die Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschung, Innovation und eine verbesserte Versorgung weiter auszubauen.
Das GeDIG soll unter anderem die Prävention durch bessere Informationswege stärken, etwa durch vereinfachte Einladungen zu Früherkennungsprogrammen und frühzeitige Hinweise auf individuelle Gesundheitsrisiken. Auch die Aufgaben des Forschungsdatenzentrums Gesundheit (FDZ Gesundheit) sollen erweitert werden: Leistungserbringende können in definierten Fällen über das FDZ anonymisiert Kolleginnen und Kollegen mit ähnlichen Fallkonstellationen identifizieren. Krankenkassen sollen zudem die Möglichkeit erhalten, in Reallaboren zeitlich befristet neue datenbasierte Verfahren zu erproben.
Mit der Umsetzung des European Health Data Space (EHDS) sollen zugleich klare Grundlagen für die datenschutzkonforme Weiternutzung von Gesundheitsdaten aus dem gesamten Versorgungssystem geschaffen werden. Bestehende Infrastrukturen, insbesondere die Datenzugangs- und Koordinierungsstelle beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), sollen zu einem europäisch anschlussfähigen Gesundheitsdatenökosystem ausgebaut werden. Durch das Zusammenspiel von elektronischer Patientenakte (ePA) und FDZ können zentrale Daten künftig EHDS-konform bereitgestellt und Leistungserbringende sowie Krankenkassen entlastet werden.
Für die Forschung an der UW/H ergeben sich daraus neue Potenziale für Projekte, die auf realen Versorgungsdaten basieren.
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Kontakt zum Forschungsdatenmanagement

Annette Strauch-Davey , M. A.
Mitarbeiterin und Beauftragte für Forschungsdatenmanagement
Fakultät für Gesundheit | Forschungsdatenmanagement
Alfred-Herrhausen-Straße 50
58455 Witten