Zwei Studenten stehen vor zwei medizinischen Simulatoren mit Bildschirmen.

Praxisnah trainieren, bevor es ernst wird 

SimMedEx (Simulator Medical Excellence)

Das Unternehmen:

SimMedEx will mit moderner Simulationstechnik einen sicheren Trainingsraum für die chirurgische Weiterbildung schaffen.
Gründungsjahr: 

2025

Standort(e):

Witten

Branche:

Medizintechnik

Gründer:innen:

Lukas Arndt und Mattis Bender

Das Unternehmen in drei Worten:

Praxisnah. Innovativ. Sicher

Der Flugsimulator für die Chirurgie 

Bevor Pilot:innen ein Flugzeug steuern, haben sie viele Stunden im Simulator verbracht. Sie üben Abläufe, verinnerlichen Routinen und trainieren anspruchsvolle Situationen – um am Ende optimal vorbereitet zu sein. Warum sollte dieses erfolgreiche Prinzip nicht auch die medizinische Ausbildung bereichern? Genau hier setzt das Start-up SimMedEx zweier Medizinstudenten der Universität Witten/Herdecke an. Ihr Ziel: die chirurgische Weiterbildung proaktiv zu unterstützen und auf ein neues Level zu heben – als Gewinn für Kliniken, angehende Fachärzt:innen und letztlich auch für Patient:innen.  

Die Idee ist aus den eigenen Eindrücken der beiden Gründer entstanden: Die Medizin entwickelt sich durch den technologischen Fortschritt rasant weiter – und genau dieses Potenzial möchte SimMedEx nutzen, um die praktische Ausbildung zeitgemäß zu ergänzen. Der OP-Alltag ist hochkomplex und häufig von enormem Zeitdruck geprägt, was ausführliche Lehre während eines Eingriffs naturgemäß erschwert. SimMedEx bietet angehenden Chirurg:innen einen modernen Trainingsraum, in dem sie grundlegende Techniken und Abläufe bereits im Vorfeld vertiefen können. So bauen sie motorische Sicherheit und Routine auf, noch bevor sie Eingriffe am Menschen begleiten. 

Dafür setzt das Start-up auf Simulatoren, die verschiedene Operationen im Bauchraum realitätsnah abbilden. Eine Software stellt die anatomischen Gegebenheiten virtuell dar, während mit OP-Instrumenten konkrete Bewegungsabläufe und chirurgische Fertigkeiten trainiert werden. Um das Training so zielgerichtet wie möglich zu gestalten, hat SimMedEx auf Basis des Weiterbildungskatalogs für Fachärzt:innen ein strukturiertes Curriculum entworfen, das sich individuell an den jeweiligen Wissensstand anpassen lässt. Handgriffe lassen sich so oft wie nötig wiederholen und die eigene Lernkurve präzise nachvollziehen. 

Damit die innovative Technik nicht an hohen Anschaffungskosten scheitert, setzt SimMedEx auf ein Mietmodell. Das Start-up möchte die Simulatoren vorfinanzieren und Kliniken flexibel zur Verfügung stellen, für die eine eigene Anschaffung als Ausbildungsequipment bislang eine zu große Hürde war. Erste Kooperationen mit Kliniken im Rhein-Ruhr-Raum sollen nun zeigen, wie sich die Simulation als wertvoller Baustein sinnvoll in den Arbeits- und Ausbildungsalltag integrieren lässt.

Zwei Studenten lächeln in die Kamera. Einer von ihnen hält einen Laptop in den Händen.

Das haben wir aus unserem Studium an der UW/H mitgenommen:

„An der UW/H lernt man vom ersten Tag an, über den Tellerrand der klassischen Medizin hinauszuschauen. Die enorme Praxisnähe hat uns früh die Augen für Optimierungspotenziale im Klinikalltag geöffnet. Gleichzeitig bietet die Uni ein Umfeld, das Eigeninitiative belohnt. Ob durch das starke Netzwerk oder den direkten, unkomplizierten Austausch mit Dozierenden: Man wird hier kontinuierlich dazu ermutigt, als Gestalter aufzutreten und eigene unternehmerische Visionen für die Medizin von morgen zu entwickeln.“

Lukas Arndt und Mattis Bender
Gründer von SimMedEx
UW/H-Studenten
Humanmedizin