Universität Witten/Herdecke präsentiert digitale Vorreiter der Patient:innenversorgung

Gruppenfoto vom ATLAS-Netzwerktreffen vor dem Eingang des Holzgebäudes der Uni Witten/Herdecke.

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) hat für die Studie „Achieving Healthcare Excellence Through Advanced Digitalization (AHEAD)“ Vertreter:innen von 25 digitalen Vorreitern der Patient:innenversorgung in Nordrhein-Westfalen auf den Campus in Witten eingeladen. Die Veranstaltung bot den Partnern die Gelegenheit, sich zu vernetzen, Erkenntnisse aus dem Forschungsprozess gemeinsam zu reflektieren und die Vorreiterrollen in der digitalen Versorgung sichtbar zu machen. Die AHEAD-Studie ist Teil des vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Forschungsprojekts ATLAS – Digitale Gesundheitswirtschaft, angesiedelt am Lehrstuhl für Management und Innovation im Gesundheitswesen.

In der AHEAD-Studie untersucht ein Forschungsteam, wie sich Digitalisierung in der Patient:innenversorgung erfolgreich umsetzen lässt. Dafür führte es 87 qualitative Interviews und begleitete 25 Einrichtungen aus dem ambulanten und stationären Bereich – von der Zahnheilkunde bis zur robotischen Chirurgie. Ebenso vielfältig sind die eingesetzten Technologien, darunter künstliche Intelligenz, Virtual Reality, Robotik, 3D-Druck und digitale Workflows. Die Ergebnisse werden derzeit für die wissenschaftliche Veröffentlichung vorbereitet.

„Digitalisierung wird häufig als Lösung für drängende Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Ressourcenengpässe im Gesundheitswesen genannt. Die Implementierung guter Ideen in den Versorgungsalltag ist aber kein Selbstläufer. In der AHEAD-Studie konnten wir herausarbeiten, welche Veränderungen auch abseits der Technik auf Teams zukommen und wie Vorreiter diese Herausforderungen lösen. Das sind wichtige Erkenntnisse für alle, die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung erfolgreich umsetzen wollen“, sagt Projektleiterin Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko.

Beim Netzwerktreffen am 08. Juli 2026 standen der Austausch zwischen den beteiligten Pionier-Unternehmen und dem Forschungsteam sowie die gemeinsame Validierung der Studienergebnisse im Mittelpunkt. Darüber hinaus wurden die teilnehmenden Einrichtungen für ihre Vorreiterrolle in der digitalen Patient:innenversorgung ausgezeichnet. Für einen besonderen Moment sorgte das Netzwerkmitglied Morpheus, indem es das Tablet für die Enthüllung per Drohne lieferte. 

Eine Übersicht der Pionier-Einrichtungen ist auf der Website des ATLAS zu finden.

Informationen zum ATLAS-Projekt

Das ATLAS-Projekt ist ein Forschungsprojekt und Netzwerk der Universität Witten/Herdecke am Lehrstuhl für Management und Innovation im Gesundheitswesen. Das Projekt wurde 2019 gegründet und wird durch das Land Nordrhein-Westfalen bis 2027 gefördert. Der Fokus liegt auf sozialwissenschaftlichen Analysen zu Auswirkungen der Digitalisierung in Gesundheitswirtschaft und -versorgung, dem Zugang zu innovativen Akteur:innen und Schlüsselprojekten in NRWs digitaler Gesundheitswirtschaft sowie der kompakten Aufbereitung aktueller Studien und der Einordnung technischer Innovationen für Health Professionals. 
Weitere Informationen unter: www.atlas-digitale-gesundheitswirtschaft.de.

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Porträtfoto von Miriam Kreimeyer

Miriam Kreimeyer

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