Universität Witten/Herdecke eröffnet Medienlabor mit einer digitalen Kunstausstellung

Ein KI-gestützter Computerarbeitsplatz, dessen Bildschirm mehrere professionelle Grafikprogramme zeigt.

Das WittenLab. Zukunftslabor Studium fundamentale der Universität Witten/Herdecke hat ein neues Medienlabor eröffnet und damit die technische Infrastruktur für mediengestützte Lehr- und Lernformate geschaffen. Audio- und Videoschnittplätze, Grafikdesignprogramme und Virtual-Reality-Technik bieten Raum, um kreative Projekte im Studium fundamentale weiterzuentwickeln. 

„Im Studium fundamentale geht es darum, neue Perspektiven kennenzulernen und eigene Denkweisen zu hinterfragen. Das Medienlabor erweitert diesen Anspruch um zeitgemäße digitale Werkzeuge und eröffnet neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden“, sagt Prof. Dr. Renate Buschmann, akademische Leiterin des WittenLab. Zukunftslabor Studium fundamentale und Inhaberin des Lehrstuhls für Digitale Künste und Kulturvermittlung an der UW/H.

Kreativität an der Schnittstelle von Kunst und digitalen Technologien

Zur Eröffnung des Medienlabors präsentierte das WittenLab gemeinsam mit dem Kulturforum Witten die exklusive Pop-up-Ausstellung „Ideal Habitat“ mit den Arbeiten der aktuellen Fellows des Programms „No End to the Road“. Die sechs Künstler:innen Nicolas Berge, Lenia Friedrich, Meret König, Lennart Miketta, Lex Rütten und Darius Tödtmann richten den Blick auf die Lebensräume, Beziehungen und gesellschaftlichen Voraussetzungen, die unser Miteinander prägen. Die Ausstellung lud dazu ein, vertraute Perspektiven in Zeiten planetarer Krisen zu hinterfragen und neue Formen des Zusammenlebens zu reflektieren, die nicht allein die Bedürfnisse des Menschen in den Fokus stellen. Die gezeigten Formate reichten von dokumentarischen Animationen über Videoprojekte bis zu Virtual-Reality-Arbeiten.

„Die Idee der Ausstellung war, die neuen technischen Geräte des Medienlabors im Einsatz zu zeigen und zugleich die aktuelle Fellow-Kohorte während der Vorbereitung besser kennenzulernen“, erklärt Dr. Regine Ehleiter, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Digitale Künste und Kulturvermittlung der UW/H und Initiatorin der Ausstellung. „Wir möchten so Begegnungen ermöglichen und im Idealfall Kooperationen zwischen Künstler:innen und Wissenschaftler:innen der UW/H anstoßen.“ 

Über das WittenLab. Zukunftslabor Studium fundamentale

Das WittenLab versteht sich als Schnittstelle zwischen Universität und Stadtgesellschaft. Mit Kulturveranstaltungen öffnet es die UW/H für die Öffentlichkeit und bringt zugleich Projekte aus der Universität in die Stadt. Darüber hinaus arbeitet das WittenLab regelmäßig mit externen Künstler:innen zusammen, die ihre künstlerische Praxis in die Lehre einbringen und gemeinsam mit Studierenden neue Perspektiven entwickeln. Die langjährige Zusammenarbeit mit dem Kulturforum Witten steht beispielhaft für diesen Austausch und ermittelt Synergien zwischen Kunstschaffenden sowie wissenschaftlichen Arbeitsgruppen der UW/H.

Fotos zum Download

Ein KI-gestützter Computerarbeitsplatz, dessen Bildschirm mehrere professionelle Grafikprogramme zeigt.

Audio- und Videoschnittplätze, Grafikdesignprogramme und Virtual-Reality-Technik bieten Raum, um kreative Projekte im Studium fundamentale weiterzuentwickeln. (Foto: UW/H | Kristina Eichhorn)

Auf einer Bühne stehen eine Violinistin und ein Schlagzeuger. Hinter ihnen ist eine Leinwand, auf die Texte und Bilder projeziert werden.

Bei der Pop-up-Ausstellung im neuen Medienlabor an der UW/H können Besucher:innen die Arbeiten verschiedener Künstler:innen erleben, u. a. von Nicolas Berger. (Foto: Nicolas Berger)

Einblick in ein Gewächshaus mit zahlreichen Orchideen. Über dem Foto liegen mehrere Textfelder.

Die Arbeit des Künstlers Lex Rütten ist eine spekulative Erzählung über Geoengineering und die Verflechtung von Natur und Technologie, die sich in der künstlichen Biosphäre eines Gewächshauses entfaltet. (Foto: Lex Rütten)

Eine animierte Person sitzt an einem Tisch und stützt den Kopf auf dem Arm. Anstelle des Kopfes ist ein Haus. Im Hintergrund ist eine dunkelgrüne Fläche.

In der dokumentarischen Animation „Muttermale“ setzt sich die Künstlerin Lenia Friedrich mit ihrer Familiengeschichte, unsichtbarer Care-Arbeit und tradierten Geschlechterrollen auseinander. (Foto: Lenia Friedrich)

Ansprechpartnerin

Porträtfoto von Miriam Kreimeyer

Miriam Kreimeyer

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