Wie verändert Künstliche Intelligenz die Zahnmedizin der Zukunft?
Prof. Dr. Dr. Lars Bonitz wurde auf die Professur für Digitale Zahnmedizin, Simulation und Künstliche Intelligenz an der Universität Witten/Herdecke berufen.
Wie können Ärzt:innen in Zukunft mit künstlicher Intelligenz arbeiten – und was bedeutet das für Diagnostik, Lehre und Alltag in der Medizin? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Prof. Dr. Dr. Lars Bonitz. Er wurde auf die Professur für Digitale Zahnmedizin, Simulation und Künstliche Intelligenz am Department für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Witten/Herdecke (UW/H) berufen.
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit: die konsequente Integration von Simulation und KI in Forschung, Studium und Patient:innenversorgung. „Wir müssen KI als Werkzeug verstehen und lernen, sie richtig einzusetzen“, sagt Prof. Dr. Dr. Bonitz. „Ziel ist es, Mediziner:innen so auszubilden, dass sie KI aktiv und sicher in ihrem beruflichen Alltag nutzen können –bei Diagnostik, Dokumentation oder Entscheidungsfindung.“ Dafür will Lars Bonitz an der UW/H ein eigenes Curriculum für Zahnmedizinstudierende aufbauen. Sie sollen früh mit digitalen Modellen von Kiefer und Zähnen arbeiten, Daten analysieren und am Computer Behandlungen trainieren, bevor sie sie am Menschen durchführen. Auch Promovierende werden gezielt eingebunden: In Seminaren vermittelt Bonitz, wie KI heute in der Wissenschaft genutzt und welche Rolle sie künftig spielen wird.
MRT in der Zahnmedizin: Alternative zum Röntgen verbessert die Diagnostik
In seiner Forschung arbeitet Bonitz an neuen bildgebenden Verfahren. Gemeinsam mit Partner:innen hat er ein MRT für die Zahnmedizin entwickelt – eine strahlenfreie Alternative zum Röntgen, das bisher Standard ist. Gerade weil Patient:innen oft mehrfach geröntgt werden, ist das ein entscheidender Unterschied: Röntgen arbeitet mit ionisierender Strahlung, die sich im Körper summieren kann und langfristig mit gesundheitlichen Risiken verbunden sind. Am Klinikum Dortmund, dem Universitätsklinikum der UW/H, steht eines der weltweit ersten Geräte dieser Art. Die Herausforderung: Die Bilder, die die MRT derzeit erstellt, sind komplex und oft verrauscht. Genau hier hilft KI. Sie bereitet die Daten so auf, dass Ärzt:innen Details erkennen können, die sonst verborgen bleiben– etwa Veränderungen im Knochen oder Entzündungen. „Die Technik ist da. Jetzt geht es darum, sie verlässlich in die Anwendung zu bringen“, sagt Bonitz.
Mit seiner Professur will Prof. Dr. Dr. Bonitz die digitale Zahnmedizin an der UW/H weiter ausbauen – und neue Technologien schneller in Ausbildung und Versorgung bringen.
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