WIFU Ringvorlesung „Between Rigour & Relevance“ im November 2026

Porträtbild von Dr. Mohanakrishnan Raman.

In dieser Sitzung der Ringvorlesung vergleicht Referent Dr. Mohanakrishnan Raman, wie Familien in Indien und Deutschland ihr Vermögen organisieren und über Generationen hinweg weitergeben, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Familienunternehmen liegt.

In Indien kann die „Hindu Undivided Family“ (HUF) einen gemeinsamen Rahmen für den Besitz und die Verwaltung von Familienvermögen und Unternehmensbeteiligungen bieten. In Deutschland nutzen Familien üblicherweise eine Kombination aus Testamenten, Schenkungen zu Lebzeiten und Unternehmensstrukturen wie Personengesellschaften oder Kapitalgesellschaften, um die Nachfolge zu planen und den Fortbestand eines Unternehmens über Generationen hinweg zu sichern.

Es handelt sich also um unterschiedliche Ansätze: Die HUF ist im Familienstatus und im gemeinsamen Eigentum verwurzelt, während die deutsche Nachfolgeplanung häufig auf Rechtsinstrumente und gewählte Unternehmensstrukturen setzt. Beide werfen praktische Fragen auf: Wer trifft Entscheidungen, wie werden Verantwortlichkeiten an die nächste Generation weitergegeben und wie lassen sich familiäre Beziehungen mit der Kontinuität von Vermögen und Unternehmen in Einklang bringen?

Diese Veranstaltung stellt diese Unterschiede vor und lädt zur Diskussion darüber ein, welche Regelungen die langfristige Verwaltung des Familienvermögens am besten unterstützen.

Regelmäßig sind renommierte Forschende aus dem In- und Ausland zu Gast am Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) der Universität Witten/Herdecke (UW/H) und geben Einblicke in die aktuelle Forschung rund um Familienunternehmertum.