Die Beziehung und Erwartungen von Osteopath:innen, Patient:innen und deren Angehörigen (REOP)
Wahrnehmungen aus verschiedenen Perspektiven
Projektübersicht
Das Studienprojekt REOP – Relationship and Expectations of Osteopaths, Patients and their Relatives (Beziehung und Erwartungen von Osteopath:innen, Patient:innen und deren Angehörigen) knüpft an einen zentralen Aspekt der Osteopathie an: die Resonanz in der individuellen Interaktionssituation zwischen Behandler:innen und Patient:innen. Untersucht werden zum einen die Erwartungshaltungen von Patient:innen und deren Angehörigen an eine osteopathische Konsultation, zum anderen die Annahmen von Osteopath:innen hinsichtlich der Erwartungen von Patient:innen und deren Angehörigen.
Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Aspekte: Erwartungen von Patient:innen und deren Angehörigen (z. B. Eltern für ihre Kinder) an eine osteopathische Konsultation, die Wahrnehmung der Behandlung selbst, die Einbeziehung der Eltern in die Behandlung ihres Kindes sowie die Aufklärung vor, während und nach der Behandlung. Zudem wird analysiert, inwiefern sich diese Dimensionen in Abhängigkeit vom Alter der Patient:innen unterscheiden und wie Osteopath:innen das Erleben der Behandlung durch ihre Patient:innen einschätzen. Das hierfür entwickelte Forschungsdesign zielt darauf ab, die Perspektiven von Behandler:innen und behandelten Personen systematisch gegenüberzustellen, um so ein umfassendes Bild beider Sichtweisen zu gewinnen.
Die Ziele des Projektes
- Zu untersuchen, was Patient:innen und ihre Angehörigen von der osteopathischen Versorgung in Deutschland erwarten.
- Zu vergleichen, inwieweit diese Erwartungen mit den Annahmen der Osteopath:innen übereinstimmen.
- Erwartungsmuster bei verschiedenen Patient:innengruppen zu identifizieren, indem Faktoren wie Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und Behandlungsgründe untersucht werden.
- Zu analysieren, welche Erwartungen die Patient:innenzufriedenheit und den wahrgenommenen Behandlungserfolg beeinflussen.
- Ermittlung ungedeckter Bedürfnisse und Verbesserungsmöglichkeiten in Bezug auf Aspekte wie Behandlungsumgebung, Versorgungsqualität und Kommunikation.
- Formulierung von Empfehlungen für die Praxis, die darauf abzielen, das Erwartungsmanagement zu verbessern, die therapeutische Beziehung zu stärken und die Qualität der Behandlungen sicherzustellen
Das Studienprojekt folgt einem Mixed-Methods-Design mit fünf aufeinander aufbauenden Phasen von Teilstudien. Der Forschungsgegenstand wird mithilfe qualitativer und quantitativer Studien untersucht, die parallel und sequenziell durchgeführt werden.
Die Durchführung des Studienprojekts erfolgt an der Universität Witten/Herdecke (UWH) am Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin unter der Supervision von Institutsleiter und Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. med. David Martin. Die Studie wird von Jonas Manschel (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl) mit Unterstützung von Ass. Prof. Jan Porthun an der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) durchgeführt.
Weitere Informationen
- Verantwortlich: Gerhard Kienle Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin
- Laufzeit: 03/2026 - 02/2028
- Förderung: Das Projekt wird von der Deutschen Osteopathie-Stiftung (DOS) gefördert
- Projektpartner: Ass. Prof. Jan Porthun (Norwegian University of Science and Technology)
Kontakt

Jonas Manschel , M. Sc.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Fakultät für Gesundheit (Department für Humanmedizin) | Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin
Gerhard-Kienle-Weg-4
58131 Herdecke
Projektleitung

Univ.-Prof. Dr. med.
David Martin
Lehrstuhlinhaber
Fakultät für Gesundheit (Department für Humanmedizin) | Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin
- +49 2330 62-4760
Orcid-ID: 0000-0002-4279-3032
Gerhard-Kienle-Weg 4
58313 HerdeckeRaumnummer: Haus D, DG