Warum manche Geräusche stärker ablenken als andere

Man sieht das Titelbild der ersten Folge von "Denk mal drüber nach." Prof. Dr. Jan Philipp Röer und Svenja Malessa.

Das Gespräch am Nebentisch, das Telefonat des Kollegen oder zwei Menschen im Zug: Wir wollen gar nicht zuhören – und bekommen trotzdem mit, was gesagt wird. Besonders beim Lernen oder konzentrierten Arbeiten kann das stören. Aber warum schafft es Sprache so zuverlässig in unsere Aufmerksamkeit?

„Wir können unsere Ohren nicht schließen wie unsere Augen“, sagt Prof. Dr. Jan Philipp Röer, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Psychologie an der Universität Witten/Herdecke (UW/H). Unser Gehirn ist ständig mit Geräuschen konfrontiert und muss auswählen, welche Informationen wichtig sind und welche in den Hintergrund treten können. Vollständig kontrollieren können wir diese Auswahl nicht.

Sprache ist besonders schwer zu ignorieren

Dabei entscheidet nicht allein die Lautstärke darüber, ob uns etwas ablenkt. Ein gleichmäßiges Geräusch, wie das Surren einer Klimaanlage oder das Geräusch eines Staubsaugers, kann nach einiger Zeit kaum noch auffallen, während ein leiseres Gespräch immer wieder unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Sprache enthält Informationen, die für uns relevant sein könnten – besonders deutlich wird das, wenn wir beispielsweise in einer Geräuschkulisse plötzlich unseren eigenen Namen hören.

Für konzentriertes Arbeiten bedeutet das: Nicht nur wie laut die Umgebung ist, spielt eine Rolle, sondern auch, was dort zu hören ist. Gerade beim Lesen, Schreiben oder Lernen können Gespräche im Hintergrund unseren Fokus von der eigentlichen Aufgabe ablenken.

Warum unser Gehirn manches ausblendet und anderes nicht, wie der sogenannte Cocktailparty-Effekt funktioniert und ob Musik beim Arbeiten wirklich hilft, erklärt Prof. Dr. Jan Philipp Röer ausführlich in der ersten Folge des neuen UW/H-Podcasts „Denk mal drüber nach.“

Weitere Informationen: 

Die Folge „Warum hören wir Dinge, die wir gar nicht hören wollen?“ ist ab sofort hier verfügbar: 

Fotos zum Download

Porträtfoto von Univ.-Prof. Dr. Jan Philipp Röer

Univ.-Prof. Dr. Jan Philipp Röer (Foto: UW/H)

Man sieht das Titelbild des Podcasts der Uni W/H in knalligen Farben: Orange und Türkis mit der Schrift "Denk mal drüber nach." und der Gastgebern Svenja Malessa.

Denk mal drüber nach. Der Wissenschaftspodcast der Universität Witten/Herdecke. (Foto: UW/H | Julian Kliem)

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Porträtfoto von Svenja Malessa

Svenja Malessa

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