Fakultät für Gesundheit

    Institut für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung (IGVF)

    Prof. Dr. med. Tobias Esch
    Univ.-Prof. Dr. med. Tobias Esch, Lehrstuhlinhaber und Leiter des Instituts für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung
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    Das Institut für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung beschäftigt sich in Forschung, Lehre und Praxis mit Konzepten einer ganzheitlich-integrativen und sektorenübergreifenden medizinischen Versorgung. Dabei stellen wir den Menschen, seine Potenziale und Ressourcen auf individueller und systemischer Ebene in den Mittelpunkt.

    Unser Ansatz basiert unter anderem auf der Versorgungskoordination in multiprofessionellen Teams. Er schafft die Voraussetzungen für einen kontinuierlichen Versorgungspfad und schließt dabei neben der ärztlichen Versorgung auch Elemente des Case-Managements und der individuellen Gesundheitsförderung ein.

    Woher wir kommen

    Die Notwendigkeit einer besseren Organisation und Integration der Gesundheitsversorgung hierzulande – wie auch im internationalen Kontext – ist bekannt. Dazu gibt es zahlreiche Konzepte, die immer fundierter und ganzheitlicher werden; auch ihre umfassende wissenschaftliche Evaluation wird immer robuster. Aufbauend auf unserer jahrzehntelangen Erfahrung und Vernetzung in nationalen wie internationalen Forschungsverbänden arbeiten wir mit daran, die theoretische Basis einer integrativen und koordinierten, teambasierten sowie multiprofessionellen Versorgung zu verbessern.

    Wohin wir wollen

    Für uns stehen Menschen mit ihrem sozialen Umfeld im Mittelpunkt. So stellen wir uns der Herausforderung, patientenorientierte und integrative Konzepte innerhalb unseres Gesundheitssystems umzusetzen. Wir zielen dabei auf eine bessere Primärversorgung und Gesundheitsförderung, eine Verringerung von Schnittstellenverlusten sowie eine höhere Zufriedenheit aufseiten der Patientinnen und Patienten wie auch der professionellen Akteure ab.

    Wie wir das tun wollen

    Wir haben uns die Etablierung ganzheitlich ausgerichteter, integrierter, primär ambulanter Einrichtungen auf die Fahne geschrieben. Als Vorbild dienen unter anderem die „Patient-Centered Medical Homes“ in den USA oder moderne Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und Hochschulambulanzen mit Vorbildcharakter hierzulande. Wir wollen von anderen lernen und dabei gleichzeitig ein Innovationsmotor sein.

    In diesem Zuge haben wir im Februar 2019 nach langer Vorarbeit die Universitätsambulanz für Integrative Gesundheitsversorgung und Naturheilkunde eröffnet: Auf dem Campus der Universität Witten/Herdecke ist eine Praxis mit allgemeinmedizinischem Schwerpunkt, ergänzt um die Gesundheitsförderung und naturheilkundliche Leistungen, entstanden. In einem multiprofessionellen Team arbeiten hier Ärztinnen und Ärzte, Case-Managerinnen, eine Therapeutin für Gesundheitsförderung und Medizinische Fachangestellte eng in einem Praxisteam zusammen. Wir nennen diesen Ansatz einer modernen, erweiterten Primärversorgung auch „Allgemeinmedizin plus“.

    Grundlage unserer Umsetzungsbemühungen ist die umfassende wissenschaftliche und praktische Expertise. Zudem binden wir Patientinnen und Patienten, Angehörige verschiedener Gesundheitsberufe sowie Studierende aktiv in unsere Vorhaben ein und arbeiten mit einer modernen, unterstützenden Informationstechnologie (Health-IT).

    In der  Wissenschaft treibt uns die Freude am Lernen, am Fortschritt und an einer potenzial- und ressourcenorientierten Gesundheitsversorgung an. Wir verstehen Forschung als Notwendigkeit für einen anwendungsbezogenen, zielorientierten Lern- und Innovationsprozess. Der Nutzen der Forschung sollte klar erkennbar und dem System sowie seinen Akteurinnen und Akteuren zugänglich sein.

    Inhaltlich stehen bei uns die Gesundheit und die Gesundheitsforschung im Zentrum. Unsere wissenschaftliche Neugierde umschließt auch die Krankheits- und Versorgungsforschung sowie die Analyse von Koordinations- und Integrationsprozessen. Rund um die Universitätsambulanz für Integrative Gesundheitsversorgung und Naturheilkunde, die aus unserem Institut hervorgegangen ist, befassen wir uns mit der Frage, wie die ambulante Primärversorgung in Deutschland patientenzentriert optimiert werden kann.

    Glück und Achtsamkeit in Pflegeeinrichtungen
    Die Neurobiologie der Meditation
    OpenNotes: Transparenz in der Arzt-Patienten-Kommunikation
    ESH-Datenbank: Experience(s) of Salience and Happiness
    Glück in der Arztpraxis [abgeschlossen]

    Wir begreifen die Lehre als einen praxisnahen, theoriegeleiteten Lebensaspekt: Studierende sollen Konzepte einer Integrativen Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung kennen, verstehen und aus erster Hand erleben lernen. Das erfolgt anhand unterschiedlicher didaktischer Prinzipien und in der direkten Interaktion mit den Beteiligten vor Ort. Neben einem Verständnis für ein ganzheitliches „System“ sowie die zugrundeliegenden Konstrukte vermitteln wir so auch konkrete Fähigkeiten und Fertigkeiten im Kontext einer multiprofessionellen, teambasierten und koordinierten primären ambulanten Versorgung.

    Lehrveranstaltungen
    Lehre durch Praxis: Die Uniambulanz als Lernort
    Wissenschaftliche Arbeit im Medizinstudium

    Wir betreuen Dissertationen (Dr. med. / Dr. rer. medic.) zu den folgenden Forschungsthemen:

    • Integrative Medizin,
    • Mind-Body-Medizin,
    • Achtsamkeit,
    • Gesundheitsförderung,
    • Glück und Zufriedenheit,
    • Open Notes,
    • Patientenzentrierte Versorgung und Patientenbeteiligung.

    Die Betreuung erfolgt in enger Abstimmung. Geplant sind regelmäßig stattfindende Kolloquien, in deren Rahmen Vorgehensweisen und (Zwischen-) Ergebnisse mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts diskutiert werden können.

    Haben Sie Interesse an einer Dissertation in einem unserer Forschungsbereiche? Dann senden Sie gerne eine E-Mail mit einem kurzen Motivationsschreiben und Ihrem Lebenslauf an igvf@uni-wh.de.

    Aktuelle Promotionsprojekte

    Leonie Charlotte Finkeldei: Verbesserung der Emotionsregulation bei Typ 2-Diabetes durch gruppenbasierte Gesundheitsförderungskurse
    Christopher Karwetzky: Muster und Motive von Glück und Zufriedenheit im Lebensverlauf
    Steven Koch: Einflussfaktoren sowie Wirkungen einer Stressmanagementintervention auf den Gesundheitszustand von jungen Polizeivollzugsbeamten
    Ian W. Listopad: Das erweiterte bio-psycho-sozio-spirito-kulturelle Modell der Krankheitsentstehung im Kontext des Burnouts bei Berufstätigen
    Carolin Schubert: Glück zwischen Körper und Berufsidentität unter Studierenden
    Christine Sieling: Was wissen Patientinnen und Patienten über ihre Medikation? Eine empirische Untersuchung in Apotheken
    Josefine Wagner: Die Stärkung gesundheitsfördernder Ressourcen bei Bochumer Gymnasiallehrer*innen durch „Gesund im Stress“ nach Professor Esch

    Medienpräsenz

    Leitartikel in "Psychologie heute"

    In Ausgabe 12/2020 von "Psychologie heute" geht es um die Frage, wie wir in stressigen Zeiten Strategien finden, uns herunterzubringen und mit Stress besser umzugehen. Autorin Nele Langosch hat im Vorfeld u. a. mit Prof. Dr. Tobias Esch gesprochen.

    Beitrag im "Stern Gesund leben"

    In Eckart von Hirschhausens Stern-Gesundheitsmagazin ist ein Interview mit Prof. Dr. Tobias Esch erschienen. Thema: die Selbstheilungskräfte, und warum sie in der modernen Medizin wieder eine größere Rolle spielen sollten.

    Tobias Esch zu Gast bei "rundum gesund"

    In der SWR-Sendung hat Prof. Dr. Tobias Esch über wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wegen aus der Erschöpfung informiert.

    Doc Esser zu Gast in der Ambulanz

    Zum wiederholten Mal war Doc Esser mit seinem WDR-Gesundheitsmagazin bei uns zu Gast. Er hat u. a. mit Tobias Esch über den Sinn und Unsinn von Abführmitteln bei Verstopfung gesprochen.

    Wissenschaftliche Publikationen

    Wissenschaftliche Journals (Zeitschriften – peer review)
    Abstracts
    Buchbeiträge
    Bücher
    Vorträge, Workshops und Symposien

    Veranstaltungen

    Kongress „Meditation & Wissenschaft“
    Humor Summer School in Bonn 2019
    Ringvorlesung “Heilen Heute, Heilen Morgen” 2018/19
    Salzburg Global Seminar 2017
    Name/Kontakt
    Funktion
    E-Mail

    Die Universität Witten/Herdecke ist durch das NRW-Wissenschaftsministerium unbefristet staatlich anerkannt und wird – sowohl als Institution wie auch für ihre einzelnen Studiengänge – regelmäßig akkreditiert durch: