Fakultät für Gesundheit

    Lehrstuhl für Gesundheitsinformatik

    Die Digitalisierung ist mittlerweile zu einer wichtigen Säule der Forschung und Versorgung im Gesundheitswesen geworden. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGa) erlauben es, Apps auf Rezept zu verschreiben und die Elektronische Patientenakte (ePA) ermöglicht es, Patientendaten intersektoral auszutauschen. Doch wie verändert Digitalisierung das Arbeiten im Gesundheitswesen?

    Der Lehrstuhl für Gesundheitsinformatik forscht hierzu in den folgenden Bereichen:

    • Mensch-Technik-Interaktion: Konstruktion und Anwendung qualitativer sowie quantitativer Verfahren zur Messung der Akzeptanz und Verständlichkeit von Technologien. Erforschung von Konzepten zur User-orientierten Technologieeinführung und Technologienutzung.
    • Gesundheitsinfrastrukturen: Identifikation von Einsatzpotentialen neuer Technologien und Möglichkeiten zur Unterstützung intersektoraler, multidisziplinärer Versorgungsketten.
    • Künstliche Intelligenz: Erschließung von Daten und Gewinnung von Erkenntnissen durch Anwendung analytischer Verfahren auf diesen. Auseinandersetzung mit Fragestellungen hinsichtlich einer hinreichenden Sensitivität und Spezifität entwickelter Algorithmen. Identifikation von Einsatzmöglichkeiten in der Diagnostik, der Therapie sowie der Prävention.

    Der Lehrstuhl für Gesundheitsinformatik kooperiert mit dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST in Dortmund. Er unterstützt überdies die Aktivitäten der MedEcon Ruhr, einem Netzwerk mit über 150 Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft (Vertretung im Vorstand über Dr. Meister).

    Links

    Der Lehrstuhl für Gesundheitsinformatik bietet ein breites Lehr- und Lernangebot zur Digitalisierung im Gesundheitswesen.

    Track Digital Health

    Der Track Digital Health bietet erstmalig im Sommersemester 2021 die Möglichkeit, praxisorientiert an eine digital unterstützte Patientenversorgung herangeführt zu werden. Gemeinsam mit Praxispartnern aus der Versorgung, Forschung sowie der Industrie werden Lern- und Erprobungsräume zur Anwendung von Videosprechstunden oder Digitalen Gesundheitsanwendungen geboten. Wichtig ist uns hierbei, relevante Kompetenzen zu schaffen, um perspektivisch eine eigene Praxis ausstatten zu können oder selbstbestimmt digital unterstützte Versorgung umzusetzen.

    Mehr erfahren

    Wissenschaftliches Arbeiten (WiA)

    Der Lehrstuhl für Gesundheitsinformatik unterstützt das wissenschaftliche Arbeiten. Es werden Methoden zur Messung der Technologieakzeptanz (TAM, UTAUT) vorgestellt sowie Grundlagen des Umgangs mit Daten, wie zum Beispiel das Forschungsdatenmanagement sowie Ansätze der Künstlichen Intelligenz, erklärt und angewendet. Beide Bausteine bilden wichtige Säulen für das wissenschaftliche Arbeiten und mögliche Promotionen.  

    Der Lehrstuhl für Gesundheitsinformatik forscht in den drei Bereichen „Mensch-Technik-Interaktion“, „Gesundheitsinfrastrukturen“ und „Künstliche Intelligenz“. Die Forschung ist interdisziplinär ausgelegt und soll Medizin, Pflege, Psychologie und Technologie zusammenbringen. Hierzu kooperiert der Lehrstuhl mit dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST in Dortmund. Das Fraunhofer ISST ist eine führende Einrichtung für angewandte Forschung im Bereich der Informatik. Gemeinsame Projekte ermöglichen es, Gesundheits- und Technologieexpertise zielorientiert zusammen zu bringen.

    Projekte über das Fraunhofer ISST
    Weitere Kooperationen

    Abschlussarbeiten, Promotion und Habilitation in der Gesundheitsinformatik

    Sie möchten promovieren, habilitieren oder überlegen, eine Bachelor-/Masterarbeit im Bereich der Digitalisierung im Gesundheitswesen bzw. der Gesundheitsinformatik zu schreiben? Dann nehmen Sie bitte Kontakt zu Dr. Sven Meister auf. Er wird sich gerne mit Ihnen zusammensetzen und über potentielle Themen sprechen.

    Zu den Promotionsordnungen Dr. med. und Dr. rer. medic. sowie der Habilitationsordnung in den aktuellen Fassungen

    Bachelor-/Masterarbeiten
    Promotionen

    Krankenhaus digital – Moderne Medizin-IT

    Studioaufnahme „planet wissen“ © BR

    Dr. Sven Meister im Rahmen der Sendung „planet wissen“ zur Entwicklung, Realisierung und Verbreitung von Digital Health sowie Chancen für das digitale Krankenhaus. Beitrag verfügbar in der Mediathek .

    Broschüre: Digitalisierung im Krankenhaus

    Broschüre „Digitalisierung im Krankenhaus“, Foto eigene Aufnahme

    Dr. Sven Meister beschreibt gemeinsam mit Anja Burmann und Prof. Dr. Wolfgang Deiters die Herausforderungen der Digitalisierung für das System „Krankenhaus“ im folgenden Positionspapier.

    Meister, S. und S. Houta, 2021. Die elektronische Fallakte. In: G. Marx, R. Rossaint und N. Marx, Hg. Telemedizin. Grundlagen und praktische Anwendung in stationären und ambulanten Einrichtungen. Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg, S. 401-409. ISBN 978-3-662-60610-0.

    Meister, S., S. Houta, S. Becker, L. Schöpe und R. Surges, 2021. Arzt-Patienten-Portale. In: G. Marx, R. Rossaint und N. Marx, Hg. Telemedizin: Grundlagen und praktische Anwendung in stationären und ambulanten Einrichtungen. Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg, S. 221-228. ISBN 978-3-662-60611-7.

    Meister, S., S. Haßfeld und A. Burmann, 2020. Digitalisierung in der Mund‑, Kiefer- und Gesichtschirurgie [online]. Der MKG-Chirurg, 1-7. ISSN 1865-9667. Verfügbar unter: doi:10.1007/s12285-020-00271-5

    Meister, S., S. Houta und P. Bisgin, 2020. Mobile Health und digitale Biomarker: Daten als „neues Blut“ für die P4-Medizin bei Parkinson und Epilepsie. In: M.A. Pfannstiel, F. Holl und W.J. Swoboda, Hg. mHealth-Anwendungen für chronisch Kranke. Trends, Entwicklungen. Wiesbaden: Gabler, S. 213-233. ISBN 978-3-658-29132-7.

    Meister, S., 2019. Digitale Biomarker [online]. Verfügbar unter: https://www.hcm-magazin.de/digitale-biomarker/150/31919/387992

    Alle Publikationen der Universität Witten/Herdecke werden in der Publikationsdatenbank  erfasst.

    © Fraunhofer ISST/Fotograf: Sascha Kreklau

    Dr. rer. nat.
    Sven Meister

    Fakultät für Gesundheit (Department für Humanmedizin)
    Lehrstuhl für Gesundheitsinformatik
    Lehrstuhlinhaber

    Die Universität Witten/Herdecke ist durch das NRW-Wissenschaftsministerium unbefristet staatlich anerkannt und wird – sowohl als Institution wie auch für ihre einzelnen Studiengänge – regelmäßig akkreditiert durch: