NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst informiert sich an der Universität Witten/Herdecke über innovative Bildungs- und Forschungsansätze
Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Themen Unternehmergeist, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung.

Mit dem Leitgedanken, neue Wege zu gehen und visionäre Ideen in der Bildungslandschaft zu verwirklichen, steht die Universität Witten/Herdecke (UW/H) seit mehr als 40 Jahren für einen besonderen Unternehmergeist. Bei einem Besuch an der UW/H kamen Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Verena Schäffer, Fraktionsvorsitzende der Grünen im NRW-Landtag, und Dirk Leistner als neuer Bürgermeister der Stadt Witten nun mit Vertreter:innen der Universitätsleitung und Wissenschaftler:innen dazu ins Gespräch. Der Austausch bot Gelegenheit, zentrale Profilelemente der ersten privaten Universität Deutschlands vorzustellen, über aktuelle gesellschaftliche Themen in Lehre und Forschung zu sprechen sowie den Beitrag der UW/H zu landesweiten politischen Zielen – etwa die Stärkung des Wirtschafts- und Gesundheitsstandorts NRW, den Ausbau von Innovationen oder das Erreichen von Klimaneutralität – zu beleuchten.
Studiengänge nehmen den Bedarf von Arbeitsmarkt und Gesellschaft in den Blick
Durch die Förderung von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und anderen Zukunftstechnologien soll die nordrhein-westfälische Wirtschaft gestärkt werden. Mit ihrem einzigartigen Forschungsschwerpunkt im Bereich der Familienunternehmen nimmt die UW/H die am weitesten verbreitete Unternehmensform in NRW in den Blick und untersucht unter anderem, wie digitale Technologien hier implementiert und Innovationen generiert werden können.
Auch in der Lehre knüpft die UW/H an diese unternehmerische Haltung an, stimmt ihr Portfolio auf die Bedürfnisse der nachfolgenden Generationen ab und bildet Fach- und Führungskräfte aus, die sich am Bedarf eines sich wandelnden Arbeitsmarkts orientieren: Ein völlig neues Lehr- und Lernkonzept, das aktuell in der Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft entsteht, markiert den Beginn eines Transformationsprozesses, der auf die Wirksamkeit der Studierenden einzahlt und ihnen maximale Gestaltungsfreiheit bietet – mit allen individuellen, wissenschaftlich fundierten Lernwegen, die es dafür braucht. Im Modellstudiengang Medizin werden verstärkt Hausärzt:innen ausgebildet, um die allgemeinmedizinische Versorgung – auch und vor allem in ländlichen Regionen Nordrhein-Westfalens – zu verbessern. Damit wirkt die UW/H weiterhin konsequent in einen Bereich der Gesundheitsversorgung hinein, der aktuell vor großen Herausforderungen steht.
Gesellschaft gemeinsam gestalten
Darüber hinaus strebt die Landesregierung an, sich der Einsamkeit in Nordrhein-Westfalen entgegenzustellen. Am Department für Psychologie und Psychotherapie der UW/H ist Einsamkeit ein wichtiger Forschungsschwerpunkt, sodass sich die Politiker:innen auch darüber mit UW/H-Angehörigen austauschten.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen setzt in besonderer Weise auf Bildung, Wissenschaft und Forschung als zentrale Zukunftstreiber unseres Landes. Nirgendwo sonst in Europa ist die Hochschul- und Forschungslandschaft so dicht, vielfältig und leistungsfähig wie bei uns. Mit 77 Hochschulen, Exzellenzuniversitäten, zahlreichen Spitzenclustern und einem starken Verbund aus Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen schaffen wir beste Voraussetzungen für Innovation, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlichen Fortschritt. Gerade im Ruhrgebiet wird sichtbar, wie erfolgreich dieser Strukturwandel ist: Aus einer Industrieregion ist ein international anerkannter Standort für Wissenschaft, Gesundheits- und Medizinforschung geworden. In diesem starken Umfeld leistet auch die Universität Witten/Herdecke einen wichtigen Beitrag. Sie steht für herausragende Lehre und Forschung, für Interdisziplinarität, Praxisnähe und eine klare gesellschaftliche Werteorientierung. Mit ihren Forschungsschwerpunkten unter anderem in der Gesundheitsversorgung sowie beim Ausbau von Studienplätzen in Medizin, Psychologie und Psychotherapie trägt sie – unterstützt durch die Landesregierung – dazu bei, die medizinische Versorgung langfristig zu sichern, insbesondere im ländlichen Raum. Unser politischer Anspruch ist es, die Spitzenstellung Nordrhein-Westfalens als führenden Wissenschaftsstandort weiter auszubauen – im Interesse der Menschen, der Wirtschaft und der Zukunft unseres Landes.“
Ökologischer Verantwortung durch nachhaltiges Bauen gerecht werden
Bei einer anschließenden Führung durch das 2021 eröffnete Gebäude in Holz-Hybridbauweise, einem der nachhaltigsten Hochschulgebäude Deutschlands, wurde außerdem der Anspruch der UW/H deutlich, ökologische Verantwortung und zukunftsweisende Infrastruktur zusammenzubringen. Der Bau und die weiteren Maßnahmen der Universität im Bereich Nachhaltigkeit können beispielhaft zeigen, wie in Nordrhein-Westfalen bis 2035 Klimaneutralität erzielt werden kann – so, wie es im Koalitionsvertrag der Landesregierung vereinbart wurde.
Die Wittenerin Verena Schäffer sagt: „Die UW/H verbindet wissenschaftliche Innovation mit einem starken Wertefundament. Hier wird sichtbar, wie Unternehmergeist, Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement zusammenwirken – Impulse, die weit über den Campus hinausreichen und die einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unseres Landes leisten.“
„Die Universität Witten/Herdecke steht seit jeher für den Mut, neue Wege zu ebnen, und für den Anspruch, unternehmerische Haltung, soziale Verantwortung und persönliche Entwicklung miteinander zu verbinden“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Martin Butzlaff. „Der Austausch mit Ministerpräsident Hendrik Wüst, Verena Schäffer und Dirk Leistner hat gezeigt, wie wichtig der Dialog zwischen Wissenschaft und Politik ist, um positive Veränderungen und gesellschaftlichen Zusammenhalt gemeinsam voranzubringen und Impulse in Wirtschaft, Gesundheit und Gesellschaft zu setzen.“
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NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, Verena Schäffer, Franktionsvorsitzenden der Grünen im NRW Landtag, und der Wittener Bürgermeister Dirk Leistner mit Universitätsangehörigen (Foto: UW/H)
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