DISTANCE:PRO

DISTANCE:PRO - Routinedaten aus der regionalen Versorgung sinnvoll nutzen

Hintergrund

Arztpraxen und regionale Krankenhäuser sind zentrale Einrichtungen der medizinischen Versorgung und liefern zugleich wertvolle Daten für die Forschung. Der Digitale FortschrittsHub DISTANCE hat die Forschungsdatenstrukturen der Medizininformatik-Initiative (MII) auf Einrichtungen der regionalen Versorgung ausgeweitet. Der Digitale FortschrittsHub DISTANCE:PRO ist am 1. Oktober 2025 als Folgeprojekt von DISTANCE gestartet. Ziel ist es, die dort aufgebauten Forschungsdatenstrukturen für die regionale Versorgung weiterzuentwickeln und nachhaltig zu etablieren. 

Zielsetzung

In DISTANCE:PRO wird die in DISTANCE entwickelte Infrastruktur zu externen Datenintegrationszentren (XTDIZ) ausgebaut, ähnlich den Datenintegrationszentren an universitätsmedizinischen Standorten der MII. Damit können regionale Versorgungsdaten datenschutzgerecht gebündelt, harmonisiert und für digitale Anwendungen, KI-Modelle und Forschung eingesetzt werden. Ergänzend werden Telemedizin und Wearables integriert, um eine kontinuierliche, digitale Betreuung zu ermöglichen.

Studie

Die in DISTANCE:PRO genutzte App soll das Feedback früherer Nutzerinnen und Nutzer der PICOS-App aufgreifen und den Patientinnen und Patienten eine übersichtliche Darstellung ihres gesamten gesundheitlichen Verlaufs bieten. Geplant ist die Einbindung von mindestens 300 Personen: 200 Teilnehmende dokumentieren ihren Gesundheitszustand mithilfe einer App und eines Wearables, 100 weitere dienen als Vergleichsgruppe. Erfasst werden unter anderem körperliche Aktivität, Schlaf, Schmerzempfinden und psychische Belastung. Die Studie zielt darauf ab, mögliche Verbesserungen der Lebensqualität durch den Einsatz digitaler Anwendungen messbar zu machen und zugleich die Leistungsfähigkeit der neuen Dateninfrastruktur unter realen Bedingungen zu testen.

Weitere Informationen

  • Laufzeit: 01. 10. 2025 - 31.12.2027
  • Förderung: DISTANCE:PRO ist Teil der Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit der MII und wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert (Förderkennzeichen 01ZZ2503).
  • Konsortialführung: Universitätsklinikum RWTH Aachen
  • Konsortialpartner: Universität Leipzig, Universitätsklinikum Leipzig, Universitätsklinikum Jena, Universität Witten/Herdecke gGmbH, St. Franziskus-Stiftung Münster, Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e.V., Deutsche Sepsis-Hilfe e.V.
  • Weitere Informationen gibt es auf der Projekthomepage

© Universität Leipzig, SMITH Geschäftsstelle

Team der Universität Witten/Herdecke: