Abschlusstagung: Stationäre Langzeitpflege - Führung macht den Unterschied

Schriftzug "Stationäre Langzeitpflege – Führung macht den Unterschied"

Management macht den Unterschied – Innen- und Außenspannungen in der stationären Langzeitpflege

Die stationäre Langzeitpflege steht vor vielfältigen Herausforderungen: Personalmangel, steigende regulatorische Anforderungen und die Frage nach tragfähigen Führungsstrategien. Im Rahmen eines bundesweiten DFG-Projekts wurden in 15 Pflegeeinrichtungen insgesamt 120 Interviews, Gruppeninterviews und teilnehmende Beobachtungen mit Führungskräften durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen eindrücklich, wie unterschiedlich Organisationen auf interne Spannungen reagieren und welche Formen praktischer „Klugheit“ sie im Umgang mit äußeren Anforderungen entwickeln.

Die Tagung bringt Forschung und Praxis zusammen und bietet Ihnen die Gelegenheit, zentrale Befunde kennenzulernen, zu reflektieren und auf die eigene Einrichtung zu beziehen. Eingeladen sind insbesondere Führungskräfte in der stationären Langzeitpflege, vor allem Geschäfts-, Einrichtungs-, Pflegedienst- und Wohnbereichsleitungen, als auch Multiplikatoren aus der Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Besonders wichtig ist uns eine intensive Arbeitsatmosphäre und ein Dialog in kleiner Runde: zwei Tage für Austausch, Debatte und Reflexion – ergänzt durch bewusst gestaltete Pausen und einen gemeinsamen Abend, der Gelegenheit für persönliche Gespräche in entspannter Umgebung bietet. Wir wollen damit eine gewisse „Exklusivität“ ermöglichen und eine Alternative zu den herkömmlichen Fachkongressen ermöglichen. 

Programmvorschau

Am ersten Tag (28. September 2026) stehen die Ergebnisse des Forschungsprojekts im Mittelpunkt. In Vorträgen und Workshops – unter anderem mit dem Fraunhofer IAO – werden die Befunde vorgestellt und diskutiert. Ein Schwerpunkt liegt auf fünf unterschiedlichen Managementtypen, die aus den Interviews rekonstruiert wurden:

  • ein durch das Controlling geprägter Stil, der top-down organisiert ist;
  • ein integrativer Stil, der stark an kollektiven Entscheidungen orientiert ist;
  • ein dialogisch-sicherheitsorientierter Stil, der die finanzielle Stabilität des Gesamtunternehmens im Blick hat;
  • ein konzeptloser, „chaotischer“ Stil, der durch einen „Schwebezustand“ von Entscheidungen gekennzeichnet ist;
  • sowie ein personenkonzentrierter Stil, der Führungsverantwortung vor allem der Einrichtungsleitung zuordnet ist 
     

Der zweite Tag (29. September 2026) ist dem Theorie-Praxis-Transfer gewidmet. Unter der Leitung eines erfahrenen Pädagogen und Gerontologen arbeiten die Teilnehmenden heraus, welche praktischen Konsequenzen die empirischen Ergebnisse für ihre eigene Führungsarbeit haben können. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse kritisch zu reflektieren und für den Alltag in den Einrichtungen nutzbar zu machen.
Ergänzend werden Ergebnisse eines studentischen Forschungsprojekts zu den Websites von Pflegeeinrichtungen vorgestellt. 
Abschließend wird eine Podiumsdiskussion mit Experten aus dem Management der Forschung und der Praxis wird die Diskussion auf den Punkt bringen. 

 

Download: Programm

Das Programm ist hier ca. vier Wochen vor der Tagung abrufbar.

Anmeldung

Hinweis zur Teilnahme

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um einen intensiven Austausch zu ermöglichen.

 

Tagungskosten

Für die Tagung fallen keine Teilnahmegebühren an. Übernachtungs- und Reisekosten sind von den Teilnehmenden selbst zu tragen. (Abendveranstaltung nicht inklusive, es entstehen ggf. noch weitere Kosten bei einer freiwilligen Anmeldung für die Abendveranstaltung)

 

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