Positive Health

Geschäftsstelle

Der Dachverband Salutogenese e.V.  (Göttingen) und das Institut für Allgemeinmedizin und Ambulante Gesundheitsversorgung (iamag) der Universität Witten/Herdecke haben gemeinschaftlich eine Geschäftsstelle „Forschung zu Salutogenese und Positive Health in der Primärversorgung“ gegründet.

 

Unsere Ziele sind:
  • Aufbau einer Diskussionsplattform mit regelmäßigen Netzwerktreffen
  • Förderung von Kooperationen
  • Förderung fachübergreifender Zusammenarbeit (Medizin, Gesundheitswissenschaften, Soziale Arbeit, Bildungswissenschaften, Pflegewissenschaften, Sportwissenschaften, Theologie usw.)
  • Explikation, was „Positive Health“ als Leitidee, als Unterstützung einer salutogenen Orientierung in der Praxis und im Hinblick auf Priorisierungen u.a. in Gesundheitsförderung und -versorgung sowie bzgl. der Kriterien von Wirksamkeit und Nutzen bedeuten können
  • Initiierung und Durchführung von Pilot- und Implementierungsprojekten zur Evaluierungen bzgl. Konzeptqualität, Strukturqualität, Prozessqualität und Ergebnisqualität

 

Eine detaillierte Einführung in das Konzept finden Sie im Artikel Positive Health

Eine Übersicht zur Methode zeigt die Abbildung des Spinnennetzes 

Hören Sie auch gern in unseren Podcast „Versorgungslücke“ rein. In der aktuellen Folge erfahren Sie mehr über Positive Health – aus wissenschaftlicher Sicht und mit Blick auf die praktische Anwendung.

 

Projekte
Schulprojekte

Im Schuljahr 2024/2025 wurde der Ansatz Positive Health erstmals an zwei Wittener Gesamtschulen eingeführt. Grundlage war ein kooperativer, partizipativer Prozess im Rahmen des Projekts Gesunde Stadt Witten (GeWIT). GeWIT wird von der Stadt Witten und dem Institut für Allgemeinmedizin und Ambulante Gesundheitsversorgung (iamag) der Universität Witten/Herdecke umgesetzt, durch die Techniker Krankenkasse finanziert und vom Institute for Positive Health unterstützt.

Gemeinsam mit einem externen Kinder- und Jugendcoach entwickelten Lehrkräfte passgenaue Interventionen, um Positive Health dauerhaft im Schulalltag zu verankern.

Vor der Umsetzung erhielten alle Beteiligten eine methodische Schulung durch das Institute for Positive Health. Anschließend gingen die Schulen unterschiedliche Wege:

  • Otto-Schott-Gesamtschule: Mit Start des Projekts Empowerment im Klassenzimmer wurden mit 107 Schüler:innen der sechsten Klassen Themen wie Körperbewusstsein, Ernährung, mentale Stärke, Kommunikation und Stressbewältigung bearbeitet. Freiwillige Mittagsangebote ermöglichten eine zusätzliche Vertiefung.
  • Holzkamp-Gesamtschule: Umsetzung des buddY-Projekts. Zwölf Schüler:innen der neunten Klassen wurden zu buddYs ausgebildet und stehen seitdem jüngeren Mitschüler:innen als vertraute Ansprechpersonen zur Verfügung – bei Sorgen, Fragen und bei der Umsetzung kleiner Gesundheitsvorhaben.

 

Erste Erfahrungen uns Ausblick

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Frage: „Wie geht es Dir?“ – eine einfache, aber wirksame Einladung zum Dialog. Erste Ergebnisse belegen: Kinder und Jugendliche brauchen geschützte Räume und Zeit, um über ihr Wohlbefinden zu sprechen. Positive Health eröffnet dafür neue Chancen – von der individuellen Prävention bis hin zur Stärkung der Schulkultur.

 

Auszeichnung mit dem Gesundheitspreis NRW

Die Projekte „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen. – Das buddY-Projekt“ und „Meine Positive Gesundheit – Empowerment im Klassenzimmer“ erhalten den Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2024

Die feierliche Preisverleihung findet am 26. August 2025 im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Düsseldorf statt.

weitere Informtationen zum Projekt GeWIT finden Sie HIER

 

Positive Health Innovation

Das Projekt „Positive Health Innovation“ beschäftigt sich mit der Entwicklung und Evaluation einer Intervention zur Förderung eines patientenzentrierten Dialogs in der hausärztlichen Praxis. Das Potenzial des in den Niederlanden entwickelten Positive Health Beratungskonzeptes soll analysiert und im Hinblick auf die Anwendung in der deutschen Gesundheitsversorgung weiterentwickelt werden. Dafür sollen gesundheitsfördernde Beratungsgespräche für longitudinal versorgte Patient*innen nach dem Positive Health-Ansatz erprobt werden. Eine anschließende Vermittlung psychosozialer Hilfen oder Maßnahmen in der Region soll bei Bedarf ermöglicht werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite 

 

News

Ärztlicher Online-Qualitätszirkel "Positive Health und Gesundheitsförderung" gegründet

Angebot für Workshops und Trainings zu "Positive Health"

DEGAM 2023: Unterstützung für einen Paradigmenwechsel

Gründung der Geschäftsstelle „Forschung zu Salutogenese und Positive Health in der Primärversorgung“

Projektleitung:

Porträtfoto von Univ.-Prof. Dr. med. Achim Mortsiefer

Univ.-Prof. Dr. med.

Achim Mortsiefer

Lehrstuhlinhaber

Fakultät für Gesundheit (Department für Humanmedizin)  |  Lehrstuhl für Allgemeinmedizin II und Patientenorientierung in der Primärversorgung

Alfred-Herrhausen-Straße 50
58455 Witten

Raumnummer: NB-2.038.2

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