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Strategisches Ziel 2

Strategisches Ziel 2: „Nachhaltige Verbesserung des Outcomes überlebender Patienten“

Neben dem Fokus auf die Senkung der Letalitätsrate darf natürlich nicht das kurz- und langfristige Outcome der überlebenden Patienten, und hier insbesondere die Lebensqualität und die private / berufliche Wiedereingliederung schwerverletzter Patienten, außer Acht gelassen werden (patientenorientierte Outcomeforschung).
Chronischer Schmerz ist ein multidimensionales Phänomen, das nicht durch unidimensionale Messverfahren wie die Schmerzstärke allein erfasst werden kann. Neu auftretende Schmerzen nach Polytrauma und/oder deren operativer und konservativer Behandlung tragen deutlich zur Verminderung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQL) bei. Aus dem Bereich bzw. der IAG Akutschmerz gehören daher auch einige Projekte mit Bezug zu Schwerverletzten in diese Liste der Teilziele.

Umzusetzende Teilziele

  1. Implementierung eines integrierten multimodalen Versorgungsprogramms für Patienten nach Polytrauma inclusive Kommunikationstraining für die Ärzte (ATPS = Advanced Trauma Psychosocial Support; DFG-Förderung)

  2. Kontrolle posttraumatischer Schmerzsyndrome in der Klinik (Zertifizierung „Schmerzfreie Klinik“ / TÜV Rheinland 2006) durch eine weitere Optimierung des Qualitätsmanagements

  3. Innovative Ansätze zur Verbesserung von Patientenzufriedenheit, gesundheitsbezogener Lebensqualität und beschleunigter Reintegration durch die routinemäßige Erhebung der Lebensqualität im klinischen Alltag bei der Nachsorge von Unfallpatienten

  4. Innovative Ansätze im Bereich der regenerativen Medizin (z.B. zelluläre Ersatztherapien, Stimulationsparadigmen nach Schädel-Hirn-Verletzungen)

  5. Evaluation des Langzeit-Outcomes von Patienten (10 Jahre), die einen schweren Unfall überlebt haben, mit besonderer Berücksichtigung der Lebensqualität sowie der ökonomischen Folgen des Unfalls sowohl für den Betroffenen als auch für die Gesellschaft.

  6. Aufbau einer DFG-Forschergruppe, die sich mit den Auswirkungen der Versorgungskette auf das Outcome nach Trauma. In drei Projektbereichen befasst: A - Empirische Untersuchungen zur Rettungskette in Deutschland und im internationalen Vergleich; B - Präklinische und klinische Versorgung und Schnittstellen zur Weiterbehandlung; C - Determinanten der beruflichen und gesellschaftlichen Wiedereingliederung. Ziel ist, die Problematik aus gesundheitspolitischer, ökonomischer, soziologischer, empirischer und medizinischer Perspektive umfassend zu evaluieren (ab 2010)

Zusätzliche Information

Kontakt

Universität Witten/Herdecke
Tel.: +49 (0)2302 / 926-0

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