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Lehrstuhl und Institut für Anatomie und klinische Morphologie

Profil

Anatomie......

Lehre vom mikroskopischen und makroskopischen Aufbau des Körpers, also am Mikroskop sitzen und eventuell sogar mit Leichen in einem dunklen Keller zu tun haben? Tausend Fakten und lateinisch-griechische Bezeichnungen lernen müssen?

Solcherlei Gedanken mögen Studierenden durch den Kopf gehen beim Nachdenken über das Fach Anatomie, das ihnen ab dem ersten Semester begegnet. Sicher haben sie von höheren Semestern einiges gehört, möglicherweise auch von Abläufen an anderen Unis. Was machen wir nun hier an der UW/H im Rahmen unserer Ausbildung?

Zunächst einmal kommt es uns darauf an, dass unsere Studierenden für ihren späteren Beruf als Arzt/Ärztin ausgebildet werden. Das bedeutet, dass das Schwergewicht ihrer anatomischen Ausbildung auf dem Verständnis von Organsystemen und funktionellen Zusammenhängen innerhalb unseres Körpers liegt. Sicher gibt es zahlreiche Einzelfakten, die hier von Bedeutung sind, aber wir werden immer versuchen, die Studierenden zu einer Gesamtsicht zurück zu führen und sie hierbei in die Richtung einer klinische orientierten Anatomie zu bringen versuchen. Hierzu werden in verstärktem Maße auch klinisch tätige Kollegen in den Unterricht einbezogen, damit sie auch deren Sichtweise, die sich zum Teil erheblich von der "theoretischen" Sichtweise unterscheiden kann, kennenlernen und mit uns diskutieren.

Wie läuft dieser Lernprozeß nun ab? Nachdem unsere Studierenden im Mittwochs-Tutorium über den Patientenfall neben anderen auch anatomische Lernziele festgelegt haben, werden sie an einem der folgenden Tage schon erste Erfahrungen mit dem jeweiligen Stoffgebiet im Rahmen des Präparierkurses sammeln können. Dieser Präp.-Kurs ist freiwillig und soll den Studierenden eine zusätzliche Möglichkeit bieten, Informationen zu sammeln, damit sie am darauffolgenden Wochenende für ihr Selbststudium schon einen optischen, praktischen und taktilen Eindruck bekommen haben. Wenn sie nicht aktiv präparieren, sondern lediglich zusehen wollen, sind sie genauso herzlich dazu eingeladen. Der Anatomiesaal ist übrigens kein dunkler Keller!

In der nächsten Woche dann werden die Studierenden uns in der sog. Anatomie-Sprechstunde Fragen stellen können, die ihnen im Rahmen ihrer Vorbereitung offen geblieben sind, Zusammenhänge erfragen können, hier auch mikroskopische Bilder sehen bzw. selbst mikroskopieren lernen. So hoffen wir, ihnen ein umfassendes Gesamtbild von der Morphologie unseres Körpers geben zu können. Einzelne Teilbereiche wie die medizinische Biologie / Zellbiologie und medizinische Terminologie werden über Sonderveranstaltungen näher gebracht.

Neben der Lehre gibt es vor allem klinisch orientierte Fragestellungen, die mit den vorhandenen morphologischen Techniken von der Licht- bis zur Elektronenmikroskopie im Rahmen von Forschungsprojekten bearbeitet werden. Diese Fragen stehen aktuell im Zusammenhang mit Problemen aus der klinischen Gastroenterologie und HNO/Phoniatrie sowie grundlagenorientierten Fächern. Ergebnisse dieser Untersuchungen fließen regelmäßig in den studentischen Unterricht mit ein und stellen immer wieder die Grundlage für neue Promotionsarbeiten dar.

Zusätzliche Information

Kontakt

Institut für Anatomie und klinische Morphologie
Tel.: +49 (0)2302 / 926-724

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