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Studiengangkonzeption
Einige grundlegende Orientierungen und Verfahrensweisen
Die Aufnahme von DoktorandInnen der Pflegewissenschaft erfolgt über Bewerbungen für Plätze im Doktorandenkolleg Pflegewissenschaft.
Dies ist ein anderes Vorgehen als das noch weithin übliche an deutschen Universitäten, wo gewöhnlich eine individuelle Absprache mit einem Professor/einer Professorin dem Interessenten einen Doktorandenplatz und/oder eine Doktorandenbetreuung verschafft. Die möglichen Nachteile dieses Verfahrens scheinen seine Vorteile zu überwiegen (auch für den Betreuer/die Betreuerin).
Es bleibt im Allgemeinen dem individuellen Professor überlassen, wie intensiv oder distant sich die Betreuung der Arbeit gestalten wird und ob dem Doktoranden die Möglichkeit für eine Teilnahme an einem Doktorandenkolleg oder einer entsprechenden promotionsbegleitenden und unterstützenden Gruppe geboten wird.
Die oft beträchtliche Isolation, in der DoktorandInnen arbeiten müssen, ist motivationshemmend, verunsichert, bietet keine vergleichenden Maßstäbe und verzögert oft das Vorankommen der Arbeit. Eine Identifikation mit einer gleichgestellten Gruppe kann diese Nachteile einer ausschließlichen Zweierbeziehung von Promovenden und Betreuer vermindern, wenn nicht sogar aufheben. Damit wird in keiner Weise die Wichtigkeit einer persönlichen Betreuung des Doktoranden durch einen Professor/eine Professorin untergraben, sondern vielmehr unterstützt.


