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Sustainable Innovator Speaker Series

Im Frühjahr 2010 wurde von Studierenden der Universität Witten/Herdecke die Sustainable Innovator Speaker Series (SISS) gegründet mit dem Ziel, die bereits existierenden studentischen Veranstaltungen an der Universität um eine dezidiert nachhaltigkeitsorientierte zu erweitern. Dabei werden ein- bis zwei Mal pro Semester Unternehmerpersönlichkeiten eingeladen, die sich um die Bereiche sozialer Innovation nachhaltig verdient gemacht haben.

Die ersten beiden Termine der von der studentischen Nachhaltigkeitsinitiative oikos International, der Wittener Universitätsgesellschaft und der Universität Witten/Herdecke materiell und finanziell unterstützten Veranstaltungsreihe fanden im Laufe des Jahres 2010 statt. Im Juni startete Dr. Michael Raß, Unternehmensgründer und Geschäftsführer der Teutoburger Ölmühle, den Zyklus mit seinem Beitrag: „Unternehmer und Weltverbesserer: eine Utopie?“ Raß, der 2001 Deutschlands erste energieautarke Raps-Ölmühle zur umweltfreundlichen Herstellung von kaltgepresstem, unbehandeltem Raps-Kernöl gründete und für dieses neuartige Verfahren bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, beschrieb, dass sich ökonomische Interessen und ökologisches Bewusstsein nicht zwangsläufig im Wege stehen müssen.

Ähnlich, wenn auch von einer ganz anderen Seite her kommend, äußerte sich der zweite Speaker, der im November mit seinem Vortrag „Neue Arbeit, neue Kultur“ bei der SISS gastierte: Prof. Dr. Frithjof Bergmann. Der in den USA lebende und in Sachsen geborene Bergmann schlug sich nach seiner Übersiedlung in die USA 1949 zuerst als Tellerwäscher, Preisboxer, Fließband- und Hafenarbeiter, Theaterstückschreiber und Farmer durch, ehe er Philosophie an der Princeton University studierte, mit einer Arbeit über Hegel promovierte, schließlich Lehraufträge in Princeton, Stanford, Chicago und Berkeley erhielt und zuletzt an der University of Michigan in Ann Arbor einen Lehrstuhl für Philosophie, später auch für Anthropologie, erhielt. 1984 gründete Bergmann das erste Zentrum für „Neue Arbeit“ in der Automobilstadt Flint in Michigan und beschäftigte sich seitdem vorrangig mit Transformationsprozessen der Arbeit hin zu einer Tätigkeit, die das Sein des Menschen nicht nur nicht quälen, sondern geradezu erfüllen kann.

Zum Antrieb, die SISS ins Leben zu rufen, meint Philip Kovce, einer der studentischen Organisatoren: „Wir haben uns gefragt: Worin liegt eigentlich die Motivation unternehmerischen Handelns? Ist es tatsächlich nur Profitgier? Oder liegt diesem Tun ein Wille zur Mit- und Umgestaltung, zur Veränderung und Verbesserung vorgefundener Verhältnisse zugrunde?“ „Jedes Semester sollen Unternehmer zu Wort kommen, die innovative und zugleich nachhaltige Produkte entwickelt haben. Dabei handelt es sich nicht um Frontalansprachen, sondern es wird bewusst die Möglichkeit des Nachhakens geben – ein Hauch von Seminar also, damit jeder die Fragen stellen kann, die ihn auch weiterführend zu eigenem Handeln ermutigen können“, fasst Fionn Kientzler, ebenfalls vom Organisationsteam, das Format zusammen.

Auch im kommenden Jahr werden weitere Veranstaltungen im Rahmen der SISS zu vertieftem Nachdenken und nachhaltigem Unternehmen anregen!

Ansprechpartner:
Armin Steuernagel, Raphael Schmidt, Raphael Rusitzka und Oscar Brabanski

Zusätzliche Information

Kontakt

Universität Witten/Herdecke
Tel.: +49 (0)2302 / 926-0

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