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unikat(club)
Der unikat(club) ist zunächst nichts als ein Raum. Allerdings auch ein ganz besonderer, und wie sein Name schon sagt ein einzigartiger, unverwechselbarer Raum.
Im Herzen Wittens gelegen ist er Treffpunkt für Studierende aller Fakultäten, Plateau für kreative Ideen aller Arten und Sparten, „Labor für praktiziertes Kulturmanagement“ und Raum für persönliche Begegnungen und Erfahrungen. In einer Universität, die ihren Studierenden so viel Eigeninitiative ermöglicht und sie stets aufs Neue zur Umsetzung eigener Ideen ermutigt, stellt der unikat(club) den idealen Ort dar, projektbezogenes Arbeiten hautnah zu erfahren. Der unikat(club) schafft aber auch Berührungspunkte zwischen Studierenden und Wittener Bürgern und stellt damit eine Verbindung zwischen der Universität und dem kulturellem Leben der Stadt Witten her.
2001 gestalteten Karen van den Berg und Jörg van den Berg, damals Dozenten der Universität Witten/ Herdecke, in Zusammenarbeit mit der slowenischniederländischen Künstlerin Apolonija Sustersic sowie dem Amt für Wirtschaftsförderung den leerstehenden ehemaligen Wartesaal des Wittener Hauptbahnhofs neu. Aus dem ungenutzten Raum wurde ein pulsierender Club mit Charme und Ambiente. Das bis dahin vernachlässigte Bahnhofsviertel füllte sich mit studentischem Leben.
Seit Beginn engagieren sich wechselnde fakultätsübergreifende studentische Teams für den unikat(club). Mit großem ehrenamtlichem Einsatz und sehr viel Herzblut organisieren Studierende und Mitglieder der Universität Witten/Herdecke regelmäßig außergewöhnliche genreüberschreitende Kulturveranstaltungen. Der zwischen Vortragssaal, Bühne, Kino, Gastronomie und Club oszillierende Raum schafft eine inspirierende Atmosphäre der Gegenwart, in der sich traditionelle wie experimentelle Formate optimal in Szene setzen lassen. Junge Autoren lesen aus ihren Büchern, Filmemacher zeigen ihre Werke und stellen sich der Diskussion mit dem Publikum. Der unikat(club) veranstaltet Konzerte aller musikalischen Richtungen, zeigt Improvisationstheater, konzipiert Ausstellungen und veranstaltet fakultätsübergreifende Parties über das ganze Studienjahr hinweg.
Besondere Höhepunkte der letzten Semester waren die Lesung und Zusammenarbeit von Studierenden der UW/H mit der Autorin Juli Zeh, die regelmäßigen Uraufführungen der Hörspiel-Workshops von Autor Ulrich Land sowie Konzerte mit bekannten Künstlern wie Steve Savage aus Tennessee, den Tora Bora Allstars aus Göttingen oder Bernd Begemann, einem Urgestein der so genannten Hamburger Schule. Theateraufführungen mit Schauspielstudenten des Düsseldorfer Schauspielhauses sowie eigene Inszenierungen wie die Theaterinstallation „unterwegs“ von und mit Studierenden der UW/H standen ebenfalls auf dem Programm. Darüber hinaus gab und gibt es weitere gemeinsame Projekte aus Kooperationen wie z.B. mit den Wittener Tagen für Kammermusik, dem Studiostellwerk e.V., der Goldbug Entertainment Bochum und der Stadtentwicklung Witten GmbH. Dass der unikat(club) Raum für zahlreiche kreative Momente bietet und einigen Künstlern sogar ein Zuhause geworden ist, davon zeugt nicht zuletzt auch der Erfolg der im unikat(club) beheimateten Band Herr Paschulke.
In den letzten Jahren hat sich der maßgeblich von der Wittener Universitätsgesellschaft getragene unikat(club) als ein fester Bestandteil der Universität und des Wittener Kultur-, Stadt- und Studentenlebens etabliert. Umso schmerzlicher ist es, dass der unikat(club) mit Beendigung des Mietverhältnisses mit der Deutschen Bahn zum 31. Dezember 2010 sein örtliches Zuhause verliert. Der unikat(club) wird obdachlos. Das aktuelle studentische Team sowie die Fakultät für Kulturreflexion machen jedoch weiter. Bis ein neuer fester Wohnsitz gefunden ist, wird das Herz studentischer Kulturarbeit in wechselnden Spielstätten schlagen. Der unikat(club) ist mehr als ein Raum. Sein Geist wird an anderen Orten weiterleben.
Weitere Informationen:
www.unikatclub.de







