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Nachricht vom 20.05.2020
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Neue Kondolenzseite für Beschäftigte im Gesundheitswesen

Das Übergabe-Team (v.l.): Mike Rommerskirch, Eva Maria Gruber, Christian Köbke, Franziska Anuhsi Jagoda, Alexander Hochmuth

Das Übergabe-Team (v.l.): Mike Rommerskirch, Eva Maria Gruber, Christian Köbke, Franziska Anuhsi Jagoda, Alexander Hochmuth

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Neue Kondolenzseite für Beschäftigte im Gesundheitswesen

Fünf ehemalige Studierende der Universität Witten/Herdecke möchten den Menschen, die in der Krise geholfen und dabei ihr Leben gegeben haben, ein Gesicht geben.

Es ist ihre Aufgabe, Anderen zu helfen - dabei geben sie manchmal ihr eigenes Leben: Durch die COVID-19 Pandemie sind bereits viele Menschen verstorben. Beschäftigte im Gesundheitswesen, die Betroffene versorgen, sind verstärkt dem Risiko einer Infektion ausgesetzt. Um den Verstorbenen zu gedenken, haben nun die Verantwortlichen des Podcasts „Übergabe“ – fünf ehemalige Pflegewissenschaft-Studierende der Universität Witten/Herdecke (UW/H) – eine Internetseite gestartet. Auf dem Übergabe-Podcast möchten sie verstorbene Personen vorstellen und betroffene Familien, Freunden, Kolleginnen und Kollegen zu Wort kommen lassen.

„Leider sind Berichterstattungen über Personen, die im Gesundheitswesen tätig waren und durch eine Infektion mit COVID-19 verstorben sind, sehr selten“, erläutert Franziska Jagoda, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Pflegewissenschaft an der UW/H, die Motivation für die Kondolenzseite. „Wir möchten das ändern und gemeinsam genau diesen Menschen gedenken.“ Daher bittet das Übergabe-Team, ihnen Hinweise auf verstorbene Personen, Angehörige oder Freunde zukommen zu lassen. Franziska Jagoda: „Gerne würden wir auf dieser Seite den Namen, das Arbeitssetting und ein Bild von verstorbenen Beschäftigten im Gesundheitswesen veröffentlichen.“

Entstanden ist die Kondolenzseite in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe Nordwest und Anna Wardega, der Initiatorin von #respectnurses. „Bisher gibt es noch keine derartige Seite in Deutschland“, sagt Franziska Jagoda. „Wir finden aber, dass sie dringend nötig ist. International gibt es einige Vorbilder, zum Beispiel aus Großbritannien. Wir versuchen, den Leuten neben der Möglichkeit eines Kondolenzbesuchs auch Informationen zu Verstorbenen durch deren Angehörige zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es, den Personen ein Gesicht zu geben, die uns in dieser Krise geholfen haben.“

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