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Nachricht vom 24.06.2020
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„Offenes Ohr“

Simone Friedrich, eine der studentischen Organisatorinnen, am Telefon

Simone Friedrich, eine der studentischen Organisatorinnen des Projekts, am Telefon

Prof. Dr. Johannes Michalak

Prof. Dr. Johannes Michalak

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„Offenes Ohr“

Ein Angebot für alle, die Zuspruch, Hilfe und Beratung in Zeiten von Corona und danach benötigen: Uni Witten/Herdecke und ASB Witten starten Telefon-Hotline.

Mit der Telefon-Hotline „Offenes Ohr” startet die Universität Witten/Herdecke (UW/H) gemeinsam mit dem Arbeiter Samariter Bund (ASB) Witten ein psychosoziales Beratungsangebot. Das ehrenamtliche Projekt wird ausschließlich von Psychologiestudierenden der Universität sowie geschulten Kräften des Arbeiter Samariter Bundes betreut - und ist somit einzigartig in der Region. Geschulte Beraterinnen und Berater stehen den Anrufenden bei allen Fragen rund um psychosoziale Problemstellungen zur Verfügung. In den kommenden Monaten soll das Angebot um einen Chat erweitert werden.

Entstanden ist das Projekt aus „CoronAid“, mit dem es die in Witten ansässige Universität schaffte, binnen weniger Tage nach Beginn der Pandemie 200 Medizinstudierende als Unterstützung in den verschiedensten Bereichen bereitzustellen. Der Wittener ASB schaltete schon in den ersten Tagen von Corona seine „Sorgenhotline” frei, die seither etlichen Menschen eine Anlaufstelle für ihre Sorgen, Ängste und Nöte geliefert hat.

Daraus entsteht nun ein gemeinsames Angebot, das langfristig Bestand haben soll. Zahlreiche Studierende der Universität haben in den letzten Wochen am Konzept der Hotline gearbeitet und dezidierte Schulungsunterlagen erstellt. So wird sichergestellt, dass jedes Gespräch auf demselben hohen Niveau geführt werden kann.

„Corona ist noch lange nicht vorbei. Zumindest was die psychosozialen Folgen betrifft stehen wir eher am Anfang”, erklärt Prof. Dr. Johannes Michalak, der das Projekt betreut. „Wir wollen ein Angebot für alle schaffen, die auch jetzt noch Redebedarf haben und vor allem für diejenigen, die immer noch von Einschränkungen betroffen sind.” Dazu zählen vor allem Menschen in Alten- und Pflegeheimen oder Menschen, die wegen etwaiger Vorerkrankungen auch weiterhin isolierter sind als in der Zeit vor Corona.

„Während Corona haben wir eine Schwemme von Angeboten gesehen, was toll war”, betont Christoph Palmert, der das „Offene Ohr” auf Seiten des ASB betreut. „Uns ist es nun wichtig, auch weiter da zu sein und auch Folgen abzupuffern, die erst in den kommenden Monaten überhaupt entstehen werden.”

Dabei steht, anders als bei anderen Hotlines, auch die Möglichkeit längerfristige Kontakte aufzubauen. Simone Friedrich, eine der studentischen Organisatorinnen der Idee, erklärt: „Das ‚Offene Ohr‘ ist erstmal auf die Entlastung in Situationen ausgelegt, in denen direkt Hilfe benötigt wird. Es ist aber möglich, dass die Anrufenden Folgetermine mit ihrem Berater oder ihrer Beraterin vereinbaren. Mit diesem konkreten Angebot werden wir auch an Alten- und Pflegeheime herantreten.” So entsteht mit der Hotline ein niederschwelliges Angebot für alle, die Zuspruch, Hilfe und ein offenes Ohr benötigen.

Die Hotline ist täglich von 15 Uhr bis 19 Uhr unter der 02302 / 910 888 988 erreichbar.

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