Silhouette Universität Witten/Herdecke
Department für Pflegewissenschaft

    Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz und chronischen Einschränkungen (M.A.)

    DEMENZ für alle!

    Menschen mit Demenz im Alltag

    Alles andere können Sie VERGESSEN!

    Menschen mit Demenz im Alltag

    Bei uns finden Architekten und Mediziner, Pflegewissenschaftler/innen, Ökonomen und viele mehr gemeinsam Lösungen!

    Menschen mit Demenz im Alltag

     

     

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    Demenz ist ein komplexes medizinisch-soziales Syndrom, das hohe Anforderungen an die Betreuung und Pflege stellt. Es geht mit langfristigen pathophysiologischen, psychosozialen und versorgungsbedeutsamen Prozessen einher, die in der ambulanten und stationären Langzeitversorgung, aber auch in Akutkliniken sichtbar werden.

    Für viele andere Menschen mit chronischen gerontologischen Einschränkungen wie Altersdepression oder Suchtproblematiken und somatische Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Multiple Sklerose oder rheumatischer Formenkreis stellen sich ähnliche Gestaltungsanforderungen. Dies bezieht sich insbesondere auf all die Schnittstellen zwischen Angeboten des Gesundheits- und Sozialsystems sowie der sozial-räumlichen und technisch-materiellen Ausstattungen, die individuell passgenau ineinandergreifen müssen, um Inkompetenz- und Problemkaskaden zu verhindern.

    Für die zukünftige Versorgungslandschaft bestehen gesundheits- und sozialpolitische, ökonomische, humanitäre und zivilgesellschaftliche Aufgaben, die nur in multiprofessionellen Teams gelöst werden können.
    Hier setzt unser Masterstudiengang an. Er widmet sich wissensbasierten, multiprofessionellen Lösungen für diese Herausforderungen. Die Lerninhalte sind interdisziplinär zusammengesetzt und werden von erfahrenen Lehrenden unterschiedlicher Professionen vermittelt. Ausgehend von einem großen Bedarf an Expertinnen und Experten zielt der Studiengang auf die Aneignung fundierter wissenschaftlicher Erkenntnisse, methodischer Kompetenz und berufspraktischer Qualifikationen. Sie sollen zum fachübergreifenden Handeln in Tätigkeitsfeldern der direkten und indirekten Versorgungsgestaltung befähigen.

    Das zentrale Bildungsziel ist, systematisch die notwendigen Fähigkeiten zu entwickeln und zu erproben, um in multiprofessionellen Teams perspektivübergreifend arbeiten zu können. Der Abschluss des Studienganges öffnet den Zugang zur Promotion. Ebenso besteht die Möglichkeit, sich an Forschungsprojekten zu beteiligen.

    Berufliche Perspektiven
    Immer mehr Menschen werden immer älter. Vor diesem Hintergrund der demographischen Entwicklung verändert sich die Versorgungsgestaltung für Menschen mit Demenz und anderen chronischen Einschränkungen der Alltagskompetenz erheblich. Neue Berufsfelder entstehen. So benötigen zum Beispiel Akutkliniken, Kommunen, Gesundheits-, Sozial- und Pflegeeinrichtungen, Trägerorganisationen, Wohnungsbauunternehmen und Wohlfahrtsverbände Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die multiprofessionell aufeinander abgestimmte Problemlösungen entwickeln können. Ähnliches gilt für die Bereiche der städtischen Infrastrukturentwicklung, der Architektur und Psychologie sowie für Therapieberufe und die Sonderpädagogik.

    Die Chancen für die Absolventinnen und Absolventen unseres Studiengangs, ihre beruflichen Tätigkeiten zu erweitern, sind bereits aktuell sehr gut und werden zukünftig weiter wachsen. Denn schon heute haben Versorgungsfragen eine zunehmende soziale, politische, ökonomische und kulturelle Bedeutung, und der Bedarf an umfassend qualifizierten Experten, Beratern und Leitungskräften steigt.

    Sie sind am 4. Mai herzlich eingeladen, den Studiengang und die Uni Witten/Herdecke persönlich kennenzulernen.

    Jetzt zum MASTERtag anmelden

    Friederike Asche, Diplom-Sozialarbeiterin (FH), M.A.
    Manche Dinge in meinem Beruf sehe ich jetzt anders, so erfasse ich zum Beispiel Quartiere viel komplexer und gehe, gerade in der Kommunikation, mit anderen Berufsgruppen sehr viel selbstbewusster um. Das Wichtigste ist mir jetzt nach dem Studium, Inhalte und hier besonders Lebensräume und Menschen mit Demenz multiperspektivisch zu betrachten.
    Friederike Asche, Diplom-Sozialarbeiterin (FH), M.A.
    Laura Schwarz
    Mein persönliches Highlight im Studium war die Exkursion in das „Demenzdorf“ De Hogeweyk in den Niederlanden, weil mich dieses neue und ungewöhnliche Konzept durch seine ungewöhnliche Atmosphäre nachhaltig beeindruckt hat.
    Laura Schwarz, Diplom-Pädagogin, M.A.
    Das Studium war für mich wichtig, besonders weil es meinen Horizont erweitert hat: nicht nur, wenn es um Inhalte zur Thematik Demenz geht, sondern vor allem auch um weiterführenden Inhalte wie Versorgungsstrukturen und deren sozialrechtliche Grundlagen, aber auch Sozialraumplanung oder städtebauliche Aspekte.
    Gabriela Wolpers, Diplom-Sozialpädagogin (FH), M.A.
    Monika Bringe
    Aus bürgerschaftlichem Engagement entstand während des Studiums durch mich initiiert die Initiative „Leben mit Demenz im Wiesental“. Regelmäßig bietet sie verschiedene Veranstaltungen in schönem Ambiente an, geführt von einer ehrenamtlichen Gruppe Engagierter. Diese Initiative gibt Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen Halt und Freude. Witten wirkt – als Impulsgeber bis an die süddeutschen Landesgrenzen.
    Monika Bringe, Diplom-Pädagogin, M.A.
    Zielgruppe des Studiengangs
    Studieren in Teilzeit
    Multiprofessionelle Handlungsfelder
    Standort Witten-Annen
    Präsenzzeiten und Termine
    Studieninhalte und Modularer Aufbau
    Weiterbildung statt Studium

    Zu jedem Studiengang an der Universität Witten/Herdecke gehört das Studium fundamentale: An einem Tag der Woche kommen Studierende aller Fächer zusammen, befassen sich mit Kunst und Kultur oder betätigen sich künstlerisch. Dieser Perspektivenwechsel, die andere Art des Denkens, die Kommunikation in diesem besonderen Rahmen erweitern den Horizont und bringen neue Ideen in ihre Köpfe. Die Kurswahl innerhalb des Studiums fundamentale ist frei.

    Das Stufu gliedert sich in drei Kompetenzbereiche:

    (a) Die reflexive Kompetenz zielt darauf, das eigene Denken und Nachdenken über die Grundlagen des eigenen wissenschaftlichen Tuns zu schulen sowie andere Denkweisen auszuprobieren. Parallel dazu stehen aktuelle Fragen von nationaler, europäischer und internationaler Politik zur Diskussion.

    (b) Die kommunikative Kompetenz hilft dabei, das sach- und situationsangemessene Sprechen einzuüben. Dieses reicht vom Stimmtraining bis in die Gruppenkommunikation und von der direkten Interaktion bis in die virtuelle Kommunikation.
     
    (c) Die künstlerische Kompetenz dient der Erprobung oder Erweiterung der eigenen Gestaltungspotentiale, wie sie bildender Kunst, Musik, Tanz und Theater eigen sind. Die vielfältigen Möglichkeiten Kopf und Körper einzusetzen, ermöglichen sich selbst in ein anderes Verhältnis zur Welt zu stellen als es die Wissenschaft fordert.

    • Multiprofessionelles Lernen: Nur hier studieren alle Gesundheits- und Nicht-Gesundheitsberufe zusammen.
    • Gemeinsame Lösungen zu Versorgungsfragen finden: eine deutschlandweit einmalige Studiengangskonzeption bietet Raum für gemeinsame Initiativen
    • Service Lernen: Projekte aus der Praxis werden wissenschaftlich begleitet
    • Sie studieren in kleinen Seminargruppen und genießen dadurch eine persönliche Atmosphäre
    • Ihre Persönlichkeit zählt - das Studium ist NC-frei
    Studienbeginn:Jeweils zum Wintersemester (1. Oktober)
    Umfang und DauerBerufsbegleitender Teilzeitstudiengang mit 90 CP, verteilt auf acht Module in sechs Semestern; der Erwerb weiterer 30 CPs ist durch individuell abzusprechende Zusatzleistungen möglich
    AbschlussMaster of Arts (M.A.), mit Möglichkeit zur Promotion
    UnterrichtsspracheDeutsch
    Bewerbungschriftliche Bewerbung bis zum 15. August und persönliches Auswahlverfahren; spätere Bewerbungen sind in Absprache mit uns möglich
    Bewerbungsgebühreinmalig 50 Euro
     AufnahmekriterienStudienabschluss jeder Fachrichtung und erfolgreiche Teilnahme am individuellen Auswahlverfahren
    Studiengebührenpro Semester 2.000 Euro
    BildungsurlaubStudierende aus Berlin und Brandenburg können für eine Teilnahme am Studiengang Bildungsurlaub beantragen
    Anzahl der Studienplätzemaximal 30 pro Semester
    FortbildungspunkteTeile des Masterstudiengangs sind von der
    Architektenkammer NRW als Fortbildungsveranstaltungen anerkannt
    Fahnen vor dem UW/H-Gebäude
    Die drei Grundwerte der UW/H wehen als Flaggen vor dem Campusgebäude
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    Die Studienbeiträge belaufen sich auf 2.000 Euro pro Semester, insgesamt sind es regulär 12.000 Euro. Der Studiengang wird durch die Robert Bosch Stiftung gefördert.

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    Bewerbungsgebühr
    Studien- und Weiterbildungsgebühren

    Veröffentlichungen zum Studiengang

    Masterarbeiten

    Lehrende des Studiengangs

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    In der Lehre verfügen wir über einen Stamm externer und bewährter Lehrbeauftragter. Zu ihnen gehören:

    • Dialog- und Transferzentrum Demenz Witten; insbesondere Dipl.-Theol., BPhil Christian Müller-Hergl
    • Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE), Standort Witten
    • Demenz Support Stuttgart gGmbH, Zentrum für Informationstransfer, Dr. Beate Radzey
    • Prof. Dr.-Ing. Gesine Marquardt, TU Dresden, Professur für Sozial- und Gesundheitsbauten
    • Prof. Dr. Ursula Walkenhorst, Universität Osnabrück, Leiterin des Fachgebietes Didaktik der Humandienstleistungsberufe
    • Rechtsanwältin Bärbel Schönhof, Fachanwältin für Sozialrecht und stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.
    • Dr. Wilfried Reckert, ehemaliger Seniorenbeauftragter der Stadt Gelsenkirchen, Lehrbeauftragter der FH Dortmund im Masterstudiengang "Soziale Nachhaltigkeit und demografischer Wandel"
    • Prof. Dr.-Ing. Sabine Baumgart, Lehrstuhl für Stadt- und Regionalplanung der TU Dortmund
    • Vitanas Kliniken Berlin, Dr. Claudia Zemlin
    • Zentrale Wohlfahrtstelle der Juden, Frankfurt, Gerontologin Frau Dr. Dina Kohan
    • Elsmarie Stricker, Studienleiterin „Demenz und Lebensgestaltung“, Berner Fachhochschule
    • Folkwang Universität der Künste
    • Dr. Irene Bopp, Schweizerische Alzheimer Gesellschaft

    Darüber hinaus gibt es zu vielen weiteren Einrichtungen und Personen Kontakte, aus denen sich gemeinsame Projektinitiativen entwickelt haben. Dazu gehören:

    • die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar
    • das Promotionskolleg an der Universität Heidelberg
    • das Promotionsprogramm „FamiLe“ der Universität Witten/Herdecke
    • Alzheimergesellschaften
    • jüdische Gemeinden
    • die Evangelische Hochschule Berlin, Prof. Dr. Olivia Dibelius
    • Planungsbüro Prof. Dr. Jochen Hanisch, Hamburg
    • der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen in Essen
    • Dr. Cornelia Mahler, Universität Heidelberg, insbesondere im Hinblick auf Didaktikentwicklung