Silhouette Universität Witten/Herdecke
Fakultät für Wirtschaftswissenschaft

    Lehrstuhl für International Political Studies I

    Vertretung des Lehrstuhls: Prof. Dr. Kai Koddenbrock

    Der Lehrstuhl für International Political Studies beschäftigt sich mit der politischen Ökonomie globaler Ungleichheiten und den intersektional verschränkten globalen Herrschaftsbeziehungen.

    An der Schnittstelle von Internationalen Beziehungen und Internationaler Politischer Ökonomie untersuche ich, wie Beziehungen zwischen Globalem Süden und Globalem Norden strukturell und institutionell entstanden sind und wie sie heute zwischen nationalstaatlich und kapitalistisch verfassten Gesellschaften, Unternehmen, Regierungen und internationalen Organisationen gestaltet werden. Intersektional ist meine Arbeit insofern, als dass sie gender, race, class und die Herausforderung der Ökologie systematisch und historisch zusammenzudenken versucht.

    Ziel: Kritisches und kreatives Denken und Handeln fördern

    Die Wissenschaft und akademische Bildung bewegt sich im Spannungsfeld zwischen staatlich oder privat alimentierter Berufsbildung, freier Persönlichkeitsbildung und Stärkung kritischen und kreativen Denkens. Ich ziele besonders auf die letzteren beiden ab, da sie auch die Basis für ein engagiertes und bewusstes Berufsleben darstellen. Scharf nachdenken, präzise schreiben und kontrovers wie konstruktiv mit anderen Studierenden und Dozierenden auseinandersetzen – das stellt für mich das Besondere an der Universität Witten/Herdecke dar. Wahrheitssuche und die Suche nach der eigenen politischen oder sozialen Stimme haben dabei einen großen Stellenwert in der Lehre.

    Unsere Fragestellungen

    In der Lehre bietet der Lehrstuhl folgende Themen an:

    • International Politics 1: The intersectional analysis of domination and inequality
    • Institutionen und Organisationen
    • Geld, Macht und Demokratie
    • Global governance: Who governs and what? Capitalism, statehood and institutions of global governance
    • The rise of humanitarian aid and the management of global migration

    Aktuell verfolge und leite ich drei Forschungsprojekte:

    • Erstens, mein eigenes zur „Theorie monetärer Dependenz“;
    • zweitens ein wissenschaftliches Netzwerk mit 15 Teilenehmenden aus Deutschland, Frankreich, und UK, finanziert von der DFG (2018-2021) zur „Politics of money“ www.politicsofmoney.org und
    • drittes eine von der Deutschen Stiftung Friedensforschung geförderte Pilotstudie zum Thema „Humanitäre Hilfe in ‚protracted crises‘ als transnationale Sozialpolitik“ in Zusammenarbeit mit Anne Hein.

    Neben diesen Forschungsprojekten verfolge ich kooperative Publikationsprojekte zur monetären Dependenz mit besonderem Fokus auf Franc CFA und Staatsanleihen in Westafrika, mit Dr. Ndongo Samba Sylla, Entwicklungsökonom aus Dakar, mit Dr. Daniel Mertens, Politikwissenschaftler aus Frankfurt, zur deutschen Monopolkommission und Dr. Mario Schmidt, Ethnologe aus Köln, zum Kritikbegriff.

    DFG-Netzwerk Politics of money: The resilience of finance capitalism: Assessing the role of money in the global political economy
    DSF-Pilotstudie: Überleben und Krise: Sozialhilfe und transnationale humanitäre Hilfe zwischen Herrschaft und Sorge
    Zur Theorie monetärer Dependenz: ‚Frontier markets‘ im Global Süden und die Potentiale und Gefahren der Finanzmarktintegration durch Staatsanleihen‘
    Gutachter für
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    Dr. Kai Koddenbrock
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    Dr.
    Kai Koddenbrock

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