WittenLab. Zukunftslabor Studium fundamentale

    Lehrstuhl Digitale Künste und Kulturvermittlung

    Der Lehrstuhl Digitale Künste und Kulturvermittlung verfolgt die Entwicklung der Kunst, die technische Innovationen anwendet und sich mit diesen kritisch auseinandersetzt. Dieses Segment zeitgenössischer Kunst basiert auf einer transdisziplinären Ausrichtung und der Öffnung zu anderen künstlerischen Disziplinen wie Theater, Tanz, Musik, Film und Literatur.

    Neben der rezeptionsästhetischen Analyse beschäftigt sich der Lehrstuhl mit den spezifischen Problemstellungen der Präsentation, Vermittlung, Archivierung und Musealisierung dieser Kunstsparte und den heutigen Potenzialen digitaler Zugänglichkeit in Kultur und Wissenschaft.
     

    Kunstverständnis

    Medienumbrüche waren stets Katalysatoren für künstlerisches und kulturelles Handeln. Bahnbrechende Innovationen wie die Videotechnik, die Informationstechnologie, die Telekommunikation, die Verbreitung des World Wide Web und die Digitalisierung haben bis heute die Kunstproduktion beeinflusst und geprägt.

    Daraus resultiert ein erweitertes Kunstverständnis, welches unterschiedliche Techniken und Methoden einbezieht, wie zum Beispiel:

    • kinematografische und technische Displays
    • Partizipation an technischen Prozessen
    • Interaktion zwischen Mensch und Maschine
    • sowie zwischenmenschliche Kommunikation durch Maschinen.

     

    Forschungsfragen

    Claudia Robles-Angel - REFLEXION - In Sync/out of Sync

    ©2019-2022 Claudia Robles-Angel / VG Bild-Kunst

    Welche Prozesse und Mechanismen tragen zur Etablierung von technologie- und zeitbasierten Kunst bei?

    Von Anfang an haben alternative Distributions- und Ausstellungsmodelle für die Veröffentlichung und Ökonomisierung der medialen Kunst gesorgt. Sie haben eine Do-it-Yourself-Haltung der Künstlerinnen und Künstler befördert, mit der sie außerhalb des konventionellen Ausstellungssektors und Kunstmarktes agierten. Heute sind es Internetkommunikation und Online-Plattformen, die die gegenwärtige Positionierung unterstützen.

    Welches Verständnis von Materialität, Immaterialität und Variabilität ist mit medialen und digitalen Werken verbunden?

    Die seit den 1960er Jahren entstandene zeit- und technologiebasierte Kunst stellt neue Anforderungen an die Rahmenbedingungen und Arbeitsgebiete von Museen, Ausstellungsinstituten, Archiven, Vermittlungsorganen und vom Kunstmarkt. Die zu leistenden digitalen Transformationsprozesse – ganz gleich, ob für "digital born" oder ursprünglich analoger, heute digitalisierter Kunst – erfordern transdisziplinäre Diskurse, um den materiellen Status solcher Werke zu benennen und daraus Folgerungen für die Konservierung, Weitergabe, Zugänglichkeit und kuratorische Praxis abzuleiten.

    Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung von musealen Exponaten auf ihre Distributions- und Rezeptionsbedingungen? 

    Digitale Vermittlung und digitale Strategien im Ausstellungswesen sind im Entstehen und rekurrieren auf ein Museumspublikum, das medienkompetent ist und eine mediale partizipative Umgebung erwartet. Sie stehen jedoch im Gegensatz zur traditionellen Werkauffassung, in der das singuläre Objekt relevant ist und zur Daseinsberechtigung der Ausstellungsinstitution beiträgt. Digitale Zugänglichkeit und Wissensspeicherung sind Zukunftsthemen für Museen, Archive und Sammlungen.

    In diversen Lehrveranstaltungsformaten werden Kenntnisse vermittelt, die eine kritische und verständnisvolle Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst und dem bewegten Bild ermöglichen. Im Vordergrund steht dabei die eigene geschulte Wahrnehmung, der Dialog mit Anderen sowie differenzierte Analyse und wissenschaftliche und Kontextualisierung der betrachtenden Werke. Neben der direkten Auseinandersetzung mit Filmen und künstlerischen Arbeiten, sind Ausstellungsbesuche und Gespräche mit Künstler*innen ein wichtiger Teil der Seminare.

    Themenbereiche
    Seminarangebot

    „Brot & Salz“ - Künstlerische Interventionen für den Neubau der UW/H

    Um den Einzug in den Neubau zu feiern, werden Künstler*innen eingeladen, das neue Gebäude mit speziell dafür entwickelten Werken zu bespielen. Diese werden mit den Interventionen ihre Perspektiven auf die Architektur und die Funktionalität des Gebäudes entwickeln und damit den Prozess der Eingewöhnung in die neuen Umgebungen zum Lehren, Lernen und Leben begleiten. 

    Alexander Steig „Flurfunk“, Videoinszenierung, 8.12.2021- 31.1.2022

    Mit Einbruch der Dunkelheit wird auf der Glasaußenfassade ein Video projiziert, das simultan den Flur des WittenLab, die Bewegung von Mitarbeiter*innen und Besucher*innen wiedergibt. Das Innenleben des Gebäudes wird an der Außenhaut sichtbar; die Ebenen von Transparenz und Überwachung vermischen sich unmerklich. 

    Videoinszenierung "Flurfunk" von Alexander Steig in der Ausstellungseihe
    "Brot & Salz"

    CLOSE-UP! Was Ihr schon immer über Kunst wissen wolltet, aber bisher nicht zu fragen wagtet

    Lehrstuhl Digitale Künste und Kulturvermittlung und das Unikat laden regelmäßig Gäste aus Kunst, Musik, Film und Philosophie ein, um mit ihnen im offenen Dialog über ihre Arbeiten, künstlerische Praxis und gesellschaftlichen Themen zu diskutieren. Die CLOSE-UP-Abende finden im hybriden Format im Kitten, der neuen Bar des Unikats, und online über Zoom statt.

    Zu Gast bei uns waren Freya Hattenberger (Düsseldorf), Alexander Steig (München), Anne Schülke (Düsseldorf), Ursula Endlicher (New York), Boris Nieslony (Köln), KairUs (Wien). 

    Künstlerin Freya Hattenberger im Gespräch mit Renate Buschmann

    Foto: Johanna Heger

    Raumkonzert mit dem Orchester der Universität Witten/Herdecke

    In Kooperation mit dem Orchester der Universität Witten/Herdecke unter Leitung von Prof. Ingo Reihl wird ein multimediales Wandelkonzert im Neubau der UW/H vorbereitet.

    Frederike Möller (Pianistin) und Michalis Nicolaides (Videokünstler) haben die Aufführungspraxis „Raumkonzert“ konzipiert. Alle Musiker*innen spielen in separaten Räumen und sind dabei über Ton- und Videotechnik untereinander und mit dem Dirigenten verbunden. Das Publikum kann die Solisten im Gebäude aufsuchen und/oder sich einen Gesamteindruck in der Aula verschaffen.

    Weitere Informationen bald im Veranstaltungskalender.

    „Happy Birthday Clara!“

    Raumkonzert mit Clara Schumanns Musik, Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf 2019. Foto: Christian Oscar Gazsi Laki, WZ

    Lara Perski und Renate Buschmann sind Mitglieder des Redaktionsteams vom WittenLab Magazin und verantworten das Kunstressort. Zusätzlich zu ihren eigenen regelmäßigen Beiträgen organisieren sie für jede Ausgabe ein künstlerisches Takeover: Auf vier Magazinseiten realisiert ein/e Künstler*in eine freie Gestaltung.   

    #01 Neu Lernen – mit Nadja Buttendorf

    #02 Vernetzung & Verbindung – mit Ursula Endlicher

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    Kontakt
    Univ.-Prof. Dr. Renate Buschmann
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    Univ.-Prof. Dr.
    Renate Buschmann

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    Lehrstuhlinhaberin

    M.Sc. Lara Perski M.St.

    M.Sc.
    Larisa Perski M.St.

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    Lehrstuhl Digitale Künste und Kulturvermittlung
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin

    Martina Wippermann

    Martina Wippermann

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    Lehrstuhl Digitale Künste und Kulturvermittlung
    Sekretariat

    Tel.: +49 (0)2302 / 926-820

    E-Mail: Martina.Wippermann@uni-wh.de

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    Johanna Heger

    Johanna Heger

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    Lehrstuhl Digitale Künste und Kulturvermittlung
    Assistenz

    Für eine vollständige Übersicht der Publikationen von Univ.-Prof. Dr. Renate Buschmann und Lara Perski M.St. bitte klicken Sie auf die jeweiligen Kontaktdaten.

    Die Universität Witten/Herdecke ist durch das NRW-Wissenschaftsministerium unbefristet staatlich anerkannt und wird – sowohl als Institution wie auch für ihre einzelnen Studiengänge – regelmäßig akkreditiert durch: