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Univ.-Prof. Dr. Arndt Büssing:

Univ.-Prof. Dr. Arndt Büssing

Professur für Lebensqualität, Spiritualität und Coping
Fakultät für Gesundheit (Department für Humanmedizin) (Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin)

Tel.:
+49 (0)2330 / 62 3246
Bereich:
Gesundheit
Ort:
Gerhard-Kienle-Weg 4
58313 Herdecke
Raum:
Haus D, DG
Fax:
+49 (0)2330 / 62 3810
Lebenslauf

Akademische Ausbildung

  • 1984-1991 Studium der Humanmedizin an der Medizinische Fakultät Aachen
  • 1984-1991 Zusatzausbildung Akupunktur
  • 1994 Promotion an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen im Bereich Kinderheilkunde/Humangenetik (Titel: Schwesterchromatidaustauschrate bei Kindern mit akuter lymphatischer Leukämie)
  • 2002 Habilitation an der Universität Witten/Herdecke ("Experimentelle Medizin - Klinische und experimentelle Phytotherapie")
  •  2007 apl.-Professor der Universität Witten/Herdecke
  • 2010 Univ.-Prof. an der Universität Witten/Herdecke

Berufliche Aktivitäten

  • 1991-1992 Hausarztpraxis in Linnich
  • 1992-1995 Abteilung für Medizinische Immunologie, Klinikum der RWTH Aachen
  • 1995-2005 Leiter der Abteilung für angewandte Immunologie, Krebsforschung Herdecke e.V. / Tumorambulanz am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke
  • seit 1999 Mitglied der Kommission C, Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
  •  seit 2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Medizintheorie und Komplementärmedizin der Universität Witten/Herdecke
  •  seit 2010 Professur für Lebensqualität, Spiritualität und Coping an der Universität Witten/Herdecke
  • 2012-2014: Senior Research Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)

Arbeitsschwerpunkt

  • Spiritualität, Lebensqualität und Coping / Nicht-pharmakologische Interventionen
  • Entwicklung von Fragebogeninstrumenten zur Lebensqualitätsforschung (Krankheitsakzeptanz und -verarbeitung, Spiritualität, Lebenszufriedenheit, etc.)
  • Experimentelle und klinische Grundlagen der Misteltherapie

 

Veröffentlichungen

ORCID.org/0000-0002-5025-7950

Ämter und Positionen

  • Herausgeber "Deutsche Zeitschrift für Onkologie"Editorial Board "Evidence-based Complementary and Alternative Medicine"
  • Editorial Board "Journal of Integrative Medicine"
  • Editorial Board “Forschende Komplementärmedizin”
  • Editorial Board "Religions"
  • Editorial Board „Spiritual Care“
  • Vorstand und Vorsitz der Internationalen Gesellschaft Gesundheit und Spiritualität (IGGS)
  • Non-residential Faculty Scholar at the Center for Spirituality, Theology and Health, Duke University Medical Center, USA
  • Foreign Honorable Member for the Polish Society of Religion and Spirituality, Poland
  • Scientific Committee: European Conference on Religion, Spirituality and Health (EC RSH 2010, 2012, 2014, 2016); seit 2012 Leiter des Scientific Committee
Forschung

Spiritualität als Ressource im Krankheitsumgang / nicht-pharmakologische Interventionen

  1. Transdisziplinäre Erforschung der komplexen Zusammenhänge, die zu Krankheitsverarbeitung und Gesundung chronisch Kranker beitragen, insbesondere zu der jeweils eigenen Spiritualität und Sinnfindung. Da sich die Konzeptionalisierungen und inhaltlichen Bedeutungen des multidimensionalen Konstruktes Spiritualität je nach kulturellem Kontext deutlich voneinander unterscheiden, wurden kontextuale Fragebogeninstrumente entwickelt, die spezifische Aspekte der Spiritualität operationalisieren, welche auch in eher säkular geprägten Zusammenhängen bedeutsam sind, um so mögliche Zusammenhänge mit gesundheitsbezogener Lebensqualität und Coping-Strategien von Patienten untersuchen zu können. Dementsprechend wurden verschiedene Forschungsprojekte zur Relevanz der Spiritualität/Religiosität als Ressource im Umgang mit chronischer Krankheit initiiert sowie zu den psychosozialen und spirituellen Bedürfnissen chronisch Kranker, Eltern kranker Kinder sowie Menschen in Alten- und Pflegeheimen.
  2. Untersuchungen zu interventionellen Möglichkeiten nicht-pharmakologischer Therapieverfahren aus dem Bereich der Mind-Body Medizin (z.B. Yoga, Meditation, Heileurythmie), um die Krankheitsbewältigung und Gesundungs-Ressourcen chronisch Kranker zu beeinflussen und zur Verbesserung ihrer Lebensqualität und Lebenszufriedenheit sowie der Krankheitssymptomatik beizutragen. Das langfristige Ziel ist somit, dass sich der Patient (vor dem Hintergrund einer erhöhten Selbstkontrolle und vermehrtem Selbst-Management) wieder als aktiv sein Leben Gestaltender erfährt – möglicherweise auch mit einer bestehenden Krankheitssymptomatik.

Aktuelle Forschungsprojekte:

Identifizierung psychosozialer und spiritueller Bedürfnisse chronisch Kranker, Altenheimbewohner, kranker Jugendlicher und Eltern krank geborener Kinder – in Kooperation mit Caritaswissenschaften Univ. Freiburg, Spiritual Care LMU München, Charité Schmerzambulanz, Sana-Klinikum Remscheid - Klinik für Kinder und Jugendliche, Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, Kardinal Wyszynski Universität Warschau u.a.

Verbesserung der Lebensqualität/-zufriedenheit von Patienten durch die Berücksichtigung ihrer spirituellen Bedürfnisse – Auswirkungen der Implementierung eines Schulungsprogramms für Krankenhaus-Mitarbeiter/-innen – in Kooperation mit Klinik für Palliativmedizin des Universitätsklinikums Freiburg und Caritaswissenschaften der Universität Freiburg

Ressourcen und Belastungssituationen von Seelsorgern in Bezug auf Lebens- und Arbeitszufriedenheit, Gesundheit und Burnout – in Kooperation mit der Münchner Hochschule für Philosophie, der Caritaswissenschaft der Univ. Freiburg, der Theologischen Fakultät Paderborn und Professur für Psychopathologie der Universität Osnabrück

Cool Down Phänomene bei Krankenhausärzten sowie Pflegenden - in Kooperation mit Ärztekammer Nordrhein

Spiritualität und Lebensorientierung von Jugendlichen in Deutschland und Polen – in Kooperation mit Caritaswissenschaften Univ. Freiburg und Kardinal Wyszynski Universität Warschau

Wirksamkeitsvergleich von Heileurythmie, Yoga und Standard-Physiotherapie zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen (YES-Studie) - in Kooperation mit der Professur für klinische Naturheilkunde der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Forschungsinstitut Havelhöhe (FIH) und Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke